Riverboat fängt mit großer Verspätung an - das ist der Grund
Leipzig - Wie immer hat das MDR-"Riverboat" das Wochenende eingeläutet, doch manchmal läuft eben nicht alles nach Plan. Am Freitagabend wurde die Sendung weit nach hinten verschoben. Schuld war des Deutschen liebste Sportart - oder eher angebliche Fans.

Schon vor dem Abend war klar, dass die beliebte Talkshow eine halbe Stunde später als sonst beginnt, weil der MDR vorher die Regionalliga-Partie zwischen dem FC Carl Zeiss Jena und dem Halleschen FC übertrug.
Doch es ging nicht wie geplant 22.30 Uhr los: Die Sendung wurde dann noch einmal um 20 Minuten nach hinten verschoben. In einem Facebook-Post erklärten die "Riverboat"-Verantwortlichen, dass es erst gegen 22.50 Uhr losgehen könne.
Der Grund: Der 2:0-Heimsieg der Thüringer wurde von Ausschreitungen während der Halbzeitpause überschattet, weshalb die Übertragung deutlich länger dauerte.
Ein paar Zuschauer vor den TV-Bildschirmen waren vermutlich nicht so einverstanden mit der Verspätung. So kommentierte ein User: "Himmel Arsch und Zwirn, hört doch endlich mit dem Fußball auf."
Er forderte, die Übertragung aus Jena einfach abzubrechen, weil die Talkshow sonst bis 1 Uhr nachts ginge.
"Riverboat" mit wenig Verständnis für Prügel-Chaoten bei Fußballspiel

Die Social-Media-Abteilung des "Riverboat" zeigte sich verständnisvoll, konnte aber nichts an der Situation ändern.
Gleichzeitig machte sie deutlich, dass "wir für Ausschreitungen aller Art kein Verständnis haben, denn im Endeffekt schadet es bis auf den wenigen im Stadion allen anderen".
HFC-Anhänger waren in der Halbzeit in den Innenraum des Stadions gelangt und hatten versucht, zu den Jenaer Ultras vorzudringen.
Zwar konnte die Polizei die Fanlager trennen, trotzdem erlitten 38 Menschen Verletzungen. Die Partie war insgesamt fast eine Stunde unterbrochen, was schließlich zu der verspäteten Übertragung der Talkshow führte.
Titelfoto: MDR/Stephan Flad