Köln - Unglaubliche Szenen bei "Bares für Rares": Ein Bietergefecht im Händlerraum eskaliert, sodass es zu üblen Beschimpfungen kommt.
Doris und Winfried Bauer aus Kludenbach (Rheinland-Pfalz) besuchen die heiligen Trödelhallen des Pulheimer Walzwerks bei Köln mit einem alten Brettspiel im Gepäck.
Diese hat das Ehepaar nach einem Hauskauf auf dem dortigen Dachboden gefunden. "Wir denken, jemand anderes hat mehr Freude daran", erklärt die Kandidatin.
Das Spiel trägt den Namen "Fröhliche Rheinfahrt". Wie Experte Detlev Kümmel (57) verrät, sei es in den 1930er-Jahren von dem Verlag Josef Scholz in Mainz herausgebracht worden.
"Die haben künstlerische Spiele hergestellt", wie der Sachverständige weiter ausführt: "Weil die Motive auch von einem Entwerfer, einem Künstler sind. Und zwar mit Bildern von Fritz Westenberger."
Es handele sich um ein Würfelspiel für sechs Spieler, bei dem man mit einem Dampfschiff verschiedene Sehenswürdigkeiten entlang des Rheins besuchen kann. "Es ist kein Spiel, wo man sich gegenseitig schlagen kann oder Sonstiges. Also es geht eher darum, dass es eine gemütliche und fröhliche Rheinfahrt sein muss", gibt der 57-Jährige preis.
Bietergefecht bei "Bares für Rares" elektrisiert den Händlerraum
Auch Moderator Horst Lichter (63) findet das Gesellschaftsspiel wunderschön und will zudem von den Eheleuten wissen, was sie für ihre Rarität haben möchten.
"Wir haben uns auf 40 bis 50 Euro geeinigt", so Winfried Bauer.
Allerdings ist der Galerist anderer Meinung und schätzt den Wert des gut erhaltenen Spiels auf 100 bis 150 Euro.
Und auch die Protagonisten im Händlerraum sind hin und weg von dem Objekt. "Das ist meine Heimat, Junge", posaunt Julian Schmitz-Avila (38) heraus.
Obwohl Walter "Waldi" Lehnertz (58) nicht im Händlerraum sitzt, lautet das erste Gebot im Verkaufsraum 80 Euro. Doch auch Fabian Kahl (33) scheint sehr interessiert und erhöht zackig auf 100 Euro. Und so kommt es zum Bietergefecht zwischen Schmitz-Avila und Kahl und die beiden hangeln sich in Zehn-Euro-Schritten voran.
"Was ist denn da los?", scheint Markus Wildhagen (58) irritiert und auch der 38-Jährige ist sichtlich verärgert, denn: "Ich habe mit meinem ersten Gebot wirkliche Heimatverbundenheit gezeigt." Daher erhöht Schmitz-Avila auf 150 Euro.
Das interessiert den gebürtigen Thüringer Kahl jedoch nicht. Er legt nochmals zehn Euro drauf. "Du bist eine Kollegensau", schießt Steve Mandel (71) daraufhin gegen den 33-Jährigen. "Das ist doch unfassbar", findet auch Wildhagen.
Mit dem Gebot ist der Bann auch gebrochen und Julian Schmitz-Avila schmeißt genervt das Handtuch, sodass Kahl sich über das Brettspiel freuen darf.
"Bares für Rares" läuft montags bis freitags ab 15.05 Uhr im ZDF oder vorab bereits in der Mediathek.