"Bares für Rares"-Deal scheint so gut wie sicher, da lassen Verkäufer die Bombe platzen
Köln - Ein Hauch von Loriot weht durch das "Bares für Rares"-Studio, denn: Ein Mini-Atomkraftwerk steht zum Verkauf. Im Händlerraum kommt es jedoch zum großen Knall!
In der Sondersendung am Tag der Deutschen Einheit (3. Oktober) blickten die Protagonisten des ZDF-Formats auf ihre Lieblingsstücke zurück. Das AKW blieb den meisten vor allem durch die kuriose Wende im Finale im Gedächtnis.
"Ich werde ja verrückt!", juchzte Horst Lichter (61) als er das Objekt das erste Mal sah. Ein Miniatur-Atomkraftwerk hat selbst der Moderator im Rahmen der Sendung noch nie in der Hand gehabt.
Natürlich kam auch dem 61-Jährigen sofort der berühmte Loriot-Sketch in den Sinn. Dieser endet bekanntermaßen mit einer Explosion. Grund genug für Experte Sven Deutschmanek (47), alles dafür zu tun, dass das Mitbringsel nicht getestet wird.
Wie das Verkäufer-Duo Sven Wagner und Laura Markert aus Gelsenkirchen erklärte, stamme die Kuriosität "aus einer Zeit, in der man Kinder noch mit Atomkraftwerken spielen ließ". Laut Deutschmanek sei es jedoch "kein Riesenverkaufsschlager" gewesen.
Für die Herstellung verantwortlich zeichnet sich die Firma Wilesco. Das AKW R200 soll nach Angaben des Experten in den 1960er-Jahren produziert worden sein und funktioniert rein elektrisch.
Händler überbieten Wunschpreis - 50 Euro lassen sicher geglaubten Deal platzen
In Liebhaberkreisen gebe es dafür heutzutage sogar durchaus einen Markt. "Ich weiß, dass die Sammler dieses Ding unbedingt haben wollen", so der 47-Jährige. Der Wunschpreis der Studiogäste lag bei 200 Euro. Dem widersprach Deutschmanek.
Weil das Objekt in einem einwandfreien Zustand ist, taxierte er den Schätzwert sogar auf satte 500 bis 600 Euro. Bei den beiden Studenten der Ruhr-Uni Bochum ist die Freude entsprechend groß.
Auch im Händlerraum sorgte das AKW-Modell für große Augen. Trotzdem bot Walter "Waldi" Lehnertz (56) zunächst nur seine traditionellen 80 Euro für den Atommeiler. Im Anschluss kam es zum Bieterduell mit Kollege Christian Vechtel (48).
Erst bei 350 Euro war Schluss. Mehr war keiner der Händler bereit, für das Spielzeug auszugeben, der Wunschpreis wurde aber immerhin mal locker überboten. Doch dann folgte die Überraschung …
Verkäuferin Laura enthüllte, dass sie das Objekt nicht mehr unter 400 Euro verkaufen will. Wegen der fehlenden 50 Euro trat sie schließlich samt AKW die Heimreise an. "Schön, dass Sie es uns gezeigt haben", scherzte Wolfgang Pauritsch (51) zum Abschied.
"Bares für Rares" läuft immer montags bis freitags ab 15.05 Uhr im ZDF oder vorab in der Mediathek.
Titelfoto: Screenshot/ZDF/Bares für Rares