Trauer um Hippie-Sänger: Jesse Colin Young mit 83 Jahren verstorben
Aiken (USA) - Gemeinsam mit seiner Band "Youngbloods" prägte er in den 1960er-Jahren die Musikwelt in den USA. Jetzt ist Frontsänger, Bassist und Gitarrist Jesse Colin Young (†83) verstorben.

Laut einem Bericht von "The Hollywood Reporter" verstarb Young, welcher mit bürgerlichem Namen Perry Miller hieß, am vergangenen Sonntag im Beisein seiner Familie in seinem Zuhause in Aiken, im US-Bundesstaat South Carolina.
Unter dem Bandnamen "Youngbloods" prägte Miller zusammen mit seinen Bandkollegen Jerry Corbitt (†71), Lowell Levinger (79) und Joe Bauer (†41) die Ära der 60er-Jahre-Hippie-Musik. Ihr Song "Get Together" brachte ihnen viele Erfolge ein und war zur damaligen Zeit ein fester Bestandteil der Top 10 Charts.
In dem Lied ging es vor allem um Themen wie Frieden und Zusammenhalt. Das Debütalbum, welches die Band im Jahr 1967 herausbrachte, kletterte zwei Jahre später sogar auf Platz fünf der Billboard Top 100 Charts.
Nachdem sich die Band 1972 aufgelöst hatte, startete Young weiter als Solo-Artist durch. Auch in seinen Solo-Songs drehte sich alles um die Themen der Hippie-Zeit. Mit seiner Gitarre und markanten Stimme begeisterte er viele Fans, vor allem in den USA.
So brachten ihm vor allem seine Songs "Four in the Morning", "Sunlight" und "Peace Song" zu noch größerer Bekanntheit.
Youngs spielte im letzten Album mit seinem Sohn Tristan
Auch politisch wollte Young nicht ungesehen bleiben. So nahm er 1979 an einem Anti-Atombomben-Protest Teil, wo er zusammen mit anderen Künstlern, wie Crosby, James Taylor und Jackson Browne, aufgetreten ist.
Bis zuletzt schwor Young seiner Musik nicht ab. So veröffentlichte er erst 2019 sein letztes Album "Dreamers", in dem er Seite an Seite mit seinem Sohn Tristan Young spielte.
Titelfoto: Fotomontage: Screenshot: facebook.com/jessecolinyoung