Musik-Ikone Konstantin Wecker: Superreiche "machen die Welt eklig" – harte Worte gegen Merz

München - Musik-Ikone Konstantin Wecker (77, "So a saudummer Dog", "Willy") hat ordentlich gegen die nächste Bundesregierung, Rechtspopulisten und vor allem Milliardäre ausgeteilt. Vor allem die "machtbesessene Herrschaft der Superreichen" geht ihm gewaltig gegen den Strich.

Musik-Ikone Konstantin Wecker (77) warnt vor einer "machtbesessenen Herrschaft der Superreichen".  © Peter Kneffel/dpa

Der gebürtige Münchner bezeichnet sich seit jeher als Künstler, Anarchist und Antifaschist.

Entsprechend kopfschüttelnd nahm er die Bundestagswahl wahr – und hat klare Befürchtungen, was die mutmaßlich kommende Regierung betrifft.

"Die neue Regierung mit einem ehemaligen sexistischen Blackrock-Manager als Bundeskanzler wird halt wieder auf soziale Ungerechtigkeit und rassistische, unmenschliche Migrationspolitik aus sein", prophezeit der 77-Jährige im Gespräch mit der "Augsburger Allgemeinen".

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Vor allem warnt er die Menschen und im speziellen auch seine Künstlerkollegen vor der (in Teilen) gesichert rechtsextremistischen Partei im Bundestag: "Wenn die AfD in irgendeiner Weise die Hoheit über die Kultur erlangt, dann ist das unser Ende."

Es brauche eine neue Bewegung innerhalb der Gesellschaft, denn man befinde sich auf den Weg in eine Zeit des Faschismus und der autokratischen Strukturen; vorangetrieben durch die Superreichen auf der ganzen Welt.

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Es lässt sich die Hoffnung auf Utopien nicht rauben

Immer wieder tritt der bekennende humanistische Anarchist, Pazifist und Antifaschist bei Demos und Kundgebungen gegen Rassismus, soziale Ungerechtigkeit oder Waffen auf.  © Harald Tittel/dpa

"Sie haben natürlich die Möglichkeit, den Menschen alles Mögliche einzureden, dass die Geflüchteten schuld an allem Übel sind und so weiter. Im Grunde aber sind es die Milliardäre, die uns den Atem rauben und die Welt so eklig gemacht haben", so Wecker in dem Interview.

Politiker, die unbedingt an der Macht bleiben wollen, würden alles für ihren Machterhalt tun – statt das Beste für die Menschen. Geld spielt dabei eine große Rolle – und die Geldgeber.

Er selbst lasse sich die Hoffnung auf Utopien nicht rauben und schöpft Mut aus den Hunderttausenden Menschen, die Barrikaden gegen eine solche rassistische Hetze gebaut haben.

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Selbst wenn sie die politische Entwicklung in Deutschland weiter verschärfen würde: Das Land verlassen käme wohl für ihn nicht infrage. Wenn er noch jünger wäre, vielleicht. Aber in seinem Alter wüsste er nicht einmal wohin.

Außerdem sei es "glücklicherweise" noch nicht so schlimm, wie es in Deutschland schon einmal war. Dennoch sollte man gewarnt sein.

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