Böhmermann mit Gegendarstellung nach Schweiger-Interview: "Was tatsächlich schon einmal passiert ist ..."
Hamburg - Til Schweiger (60) hat in einem Zeit-Interview ordentlich Dampf über Satiriker Jan Böhmermann (43) abgelassen. Der wiederum veröffentlichte daraufhin eine "Gegendarstellung" auf Instagram.
Screenshots des Interviews veröffentlichte Jan Böhmermann jetzt in seiner Instagram-Story.
Schweiger erklärte demnach auf die Frage, ob er dem Satiriker einmal begegnet sei, dass er sich geschworen habe, ihm eine "fette Schelle" zu verpassen, sollte es einmal dazu kommen.
"Dann saß ich in einer Lufthansa-Lounge und sah Böhmermann, wie er sich hinter der Süddeutschen vergräbt, aber immer wieder daran vorbeiblinzelt in meine Richtung. Gott sei Dank habe ich nicht auf das Teufelchen in meinem Kopf gehört, sondern auf das Engelchen und habe ihn verschont."
Laut des Satirikers habe diese Begegnung allerdings so nie stattgefunden. In einer "Gegendarstellung" erklärte er am Mittwoch:
"Ich bin Til Schweiger niemals in einer Lufthansa Lounge begegnet. (...) Was tatsächlich schon einmal passiert ist: Ich saß mal hinter Til Schweiger in der Economy-Class auf einem Eurowings Flug nach Berlin, er vorne in Business. Ich habe ihn allerdings erst beim Aussteigen gesehen, weil ich (vor ihm) das Flugzeug verlassen habe."
Auch Zeit-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo wird von Böhmermann nicht verschont
Dass er dabei von dem Schauspieler entdeckt worden sein könnte, bezweifelt der 43-Jährige in seiner Darstellung, "da er sehr aufgebracht und wütend war, weil er seit mehreren Minuten vergeblich versuchte, seinen Sicherheitsgurt zu öffnen".
Einen weiteren Seitenhieb konnte sich Böhmermann natürlich nicht verkneifen. "Ob sechs oder sieben leere 0,2er-Weißweinflaschen auf dem freien Business-Class-Sitz neben Til Schweiger lagen, weiß ich nicht mehr genau."
Und auch Zeit-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo (65) wurde von Böhmermann nicht verschont. Thema: publizistische Verantwortung.
Neben einer offenkundig nicht ernst gemeinten Schellen-Androhung an den Journalisten führte er weiter aus: "Guckt da keiner drüber bei der Zeit über die Interviews? Wer ist verantwortlich? Doch nicht der Typ, der das Interview gibt. Publizistische Verantwortung! Und die hat Giovanni di Lorenzo von der Zeit."
Titelfoto: Screenshot/Instagram/janboehm, Rolf Vennenbernd/dpa