"The Voice"-Zoff: Neue Produzentin beschimpft Kaulitz-Twins
Los Angeles/Berlin - Nach "The Voice" ist vor "The Voice": Tom und Bill Kaulitz (35), die vor zwei Jahren mit ihrem Artist das Krönchen abstaubten, sind in der kommenden Staffel nicht dabei. Aus gutem Grund. Der passt der Produktion von "The Voice of Germany" aber anscheinend gar nicht.

In ihrem Podcast "Kaulitz Hills - Senf aus Hollywood" lassen die Twins die Bombe platzen: Sie wurden als Coaches für die nächste Staffel "The Voice of Germany" angefragt.
"Wenn wir mitmachen, wollen wir vorher wissen, mit wem wir da sitzen", erklärt Tom Kaulitz in der aktuellen Folge. Sie wollen sehen, ob es Spaß machen könnte und ob es für die Talente passend wäre - mit persönlichen Sympathien den anderen Coaches gegenüber hätte es nichts zu tun.
"Und noch dazu kommt: [...] Wir haben auch schon mal eine ganz schlechte Erfahrung gemacht, wo man sehr lange in so einer Produktion gefangen ist und man sich gegenseitig absolut nicht ausstehen kann", führt Tom weiter aus und kommentiert, dass sie noch heute "gebrandmarkt" sind.
Namen nennt er keine, doch es ist anzunehmen, dass er von "Deutschland sucht den Superstar", wo die Tokio-Hotel-Zwillinge 2013 in der Jury saßen, spricht. Mit Chef-Juror Dieter Bohlen (71) stehen die beiden bis heute auf Kriegsfuß.
Programmchefin geht nach Absage auf Tom und Bill Kaulitz los

Die gebürtigen Leipziger sagten eine weitere Teilnahme bei "TVOG" schließlich ab - aber ohne böses Blut. Der neuen Produktionsfirma der Casting-Sendung und allen voran der neuen Programmchefin passte dies anscheinend gar nicht.
Skandalös: Sie soll sich mit einer E-Mail an das Management von Tom und Bill gewandt haben. "Da ist diese Frau völlig ausgerastet, hat sich im Ton so was von vergriffen meiner Meinung nach und hat geschrieben, wir sind 'ungehörig'", packt Bill aus.
Auch spricht er von einer weiteren Formulierung: "'Wo kommen wir denn da hin?', wenn wir vorher wissen wollen, mit wem wir da sitzen, 'als ob wir da was zu melden hätten'."
Schließlich muss sich auch die Rechtsanwältin des Senders eingeschaltet und geschrieben haben, es wäre "unprofessionell, dass [Bill und Tom sich] nicht darauf konzentrieren können, die Arbeit zu machen".
"TVOG"-Produktion beschimpft Tom und Bill: "Unprofessionell und ungehörig"

Sie sagte den beiden nach, das "Konzept der Sendung missverstanden" zu haben. Auch sei es "tatsächlich und rechtlich fragwürdig anmutend", dass Tom und Bill sich gegen eine Teilnahme entschieden hätten. Das Verhalten der zwei Frauen findet Bill "so respektlos".
Die 35-Jährigen nennen im Podcast auch den Grund, warum sie dieses Drama an die Öffentlichkeit tragen.
"Bei dem Thema müssen sich Dinge ändern künftig", findet Bill. "Es zeigt wie am Arsch die Musikindustrie ist, wenn Künstler sich so was gefallen lassen müssen", meint Tom.
Zum Schluss ein letzter Seitenhieb von Bill: "Die Senderchefs fliegen sowieso jedes Jahr wieder raus, das ist eine große Titanic, die schon halb unter Wasser ist."
Titelfoto: Andre Kowalski/ProSieben/SAT.1/dpa