"Schneewittchen"-Realverfilmung: Disney rechnet mit riesigem Millionen-Verlust
USA - Mit "Schneewittchen und die sieben Zwerge" (1937) schrieb Disney Filmgeschichte. Die Erwartungen an die Realverfilmung waren entsprechend hoch - doch die kontroverse Produktion entpuppt sich als finanzielles Desaster.

Am 20. März lief "Schneewittchen" in den deutschen Kinos an. Schon in den ersten Tagen wurde klar, dass das 250 Millionen Euro teure Filmprojekt seine Kosten nicht wieder einspielen wird.
Wie Deadline berichtet, wird die Disney-Produktion "nach Abzug aller Nebenkosten für Home Entertainment, Fernsehen und Disney+ einen geschätzten Verlust von 115 Millionen US-Dollar verzeichnen", wie es demnach aus Vertriebsquellen hieß.
Insgesamt geht man bei Disney von einem weltweiten Einspielergebnis von 225 Millionen Dollar für "Snow White" aus.
Seit Beginn der Produktion wird "Schneewittchen" von schlechter Presse und kritischen Fans begleitet.
Die Titelrolle besetzte Disney mit der 23-jährigen Rachel Zegler, die zur Hälfte kolumbianischer Abstammung ist. Das führte zu massivem Gegenwind, da Schneewittchens Haut laut Märchenvorlage eigentlich "so weiß wie Schnee" sein soll.
Zoff zwischen Rachel Zegler und Gal Gadot überschattete den "Schneewittchen"-Dreh

Auch die Rolle der sieben Zwerge war Gegenstand der Kritik. So äußerte der kleinwüchsige "Game of Thrones"-Star Peter Dinklage (55) schon 2022 in einem Podcast sein Unverständnis über Disneys Entscheidung, eine "verdammt rückwärtsgewandte Geschichte über sieben Zwerge, die zusammen in einer Höhle leben" neu verfilmen zu wollen.
Disney beteuerte daraufhin, mit Vertretern der Kleinwüchsigen-Gemeinschaft im Austausch zu stehen, um keine unangebrachten Stereotype zu reproduzieren.
Später entschied man sich trotzdem für computeranimierte Zwerge - nun lautete der Vorwurf, einer marginalisierten Gruppe von Schauspielern die Chance auf sieben prominente Rollen in einem internationalen Film-Blockbuster verwehrt zu haben.
Doch auch die öffentlichen Statements von Rachel Zegler und Gal Gadot (39) überschatteten die Dreharbeiten. So rief Zegler auf ihren sozialen Kanälen zur Befreiung Palästinas auf, während Gadot im israelischen Militär diente und den Angriff der Hamas auf Israel verurteilte.
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