Verbraucherzentrale warnt vor miesen Tricks beim Online-Kauf
Leipzig - Tolles Produktbild, unschlagbarer Preis: Ein Klick - und schon ist die Bestellung unterwegs. Doch was, wenn der neue Pullover nach Plastik riecht oder die Schuhe beim Anprobieren auseinanderfallen? Zurückschicken? Denkste! Denn hier lauert die Abzocke.

Manche Online-Shops machen die Rückgabe zum Albtraum - und plötzlich kostet die Retoure mehr als die Ware selbst, wie die Verbraucherzentrale Sachsen jetzt warnt.
"Es gibt Fälle, in denen die Rücksendung nach China um die 50 Euro kosten soll", berichtet Jasmin Trautloft (43), Leiterin der Verbraucherzentrale in Plauen. Da schlucken die meisten und behalten den Schrott lieber zähneknirschend.
Kein Einzelfall: "Häufig verschwinden die Webseiten nach kurzer Zeit, Händler schicken keine Retourenlabels oder ignorieren Reklamationen. Am Ende berufen sie sich auf die abgelaufene Widerrufsfrist und fordern weiterhin die Zahlung."
Ein Vorgehen gegen diese Geschäftspraktiken sei deshalb oft sehr schwierig.

Was tun, wenn man in die Falle getappt ist?

Damit es erst gar nicht so weit kommt, empfiehlt die Verbraucherzentrale einen schnellen Check vor der Bestellung. Wo sitzt der Händler wirklich? Gibt es ein Impressum? Wer trägt die Rücksendekosten?
"Gerade Jugendliche handeln oft unbedacht und kaufen, ohne das Kleingedruckte zu lesen." Ein Blick in die Erfahrungsberichte und Vertragsbedingungen kann hier vor bösen Überraschungen schützen.
Wer schon reingetappt ist, kann sich an die Verbraucherzentrale wenden - Hilfe gibt’s online und unter Tel. 0341/6962929.
Titelfoto: Bildmontage: 123RF/fizkes, Kristin Schmidt