Ukraine-Krieg: Verletzte bei russischem Raketenangriff auf Kiew

Ukraine - Das russische Militär hat die Ukraine in der Nacht erneut mit Raketen angegriffen und auch die Hauptstadt Kiew ins Visier genommen.

Wolodymyr Selenskyj (47, r.) lässt es sich nicht nehmen, im Krankenhaus für ein Selfie zu posieren.  © AFP PHOTO / UKRAINIAN PRESIDENTIAL PRESS SERVICE

Das Nachrichtenportal "Kyiv Independent" berichtete am Morgen unter Berufung auf Bürgermeister Vitali Klitschko von mehreren Explosionen, drei Verletzten und einem teilweise zerstörten Bürogebäude.

In mehreren Bezirken der Millionenstadt seien Brände ausgebrochen, hieß es - Rettungskräfte seien im Einsatz. Auch in anderen Landesteilen herrschte dem Bericht zufolge Raketenalarm.

Am Vorabend hatte das russische Militär die Ukraine mit neuen Drohnenschwärmen überzogen, die Medienberichten zufolge von der Flugabwehr unter Beschuss genommen wurden. Aus der Stadt Mykolajiw im Süden des Landes meldete die regionale Militärverwaltung Einschläge von Kampfdrohnen und mindestens zwei brennende Wohnhäuser.

Ukraine Neues Waffensystem: Nordkoreanische Raketen-Trucks offenbar in Russland eingetroffen

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6. April, 7.16 Uhr: Verletzte bei russischem Raketenangriff auf Kiew

Das russische Militär hat die Ukraine in der Nacht erneut mit Raketen angegriffen und auch die Hauptstadt Kiew ins Visier genommen.

Das Nachrichtenportal "Kyiv Independent" berichtete am Morgen unter Berufung auf Bürgermeister Vitali Klitschko von mehreren Explosionen, drei Verletzten und einem teilweise zerstörten Bürogebäude.

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Rettungskräfte arbeiten daran, einen Brand nach einem russischen Raketenangriff zu löschen.  © Uncredited/Ukrainian Emergency Service/AP/dpa

6. April, 7.15 Uhr: Russische Drohnenschwärme über der Ukraine

Das russische Militär hat die Ukraine am Abend mit neuen Drohnenschwärmen überzogen.

Medienberichten zufolge wurden über verschiedenen Landesteilen größere Gruppen von Drohnen gesichtet, die von der Flugabwehr unter Beschuss genommen wurden. Die Ziele der Kampfdrohnen waren zunächst nicht erkennbar.

6. April, 7.14 Uhr: Schweigen ermuntert Russland zu weiteren Attacken

Nach dem folgenschweren russischen Angriff auf seine Geburtsstadt Krywyj Rih hat der ukrainischen Präsident Wolodymyr Selenskyj die Welt davor gewarnt, zu schweigen.

"Dieser Angriff ist einer der dunkelsten Momente für Krywyj Rih", sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft zu dem Raketenangriff, bei dem 18 Menschen, unter ihnen neun Kinder, ums Leben gekommen waren. Die weltweiten Reaktionen zeigten, dass sich viele klar "gegen den russischen Terror" stellten.

6. April, 7.08 Uhr: Britische und französische Militärs in Kiew

Die Generalstabschefs Frankreichs und Großbritanniens haben bei einem Besuch in Kiew die weitere Unterstützung für die Ukraine erörtert.

Dabei sei mit der ukrainischen Führung die militärische Hilfe für den Abwehrkampf gegen die russische Invasion besprochen worden als auch eine Langzeitstrategie für den Umbau der ukrainischen Streitkräfte, teilte der französische Generalstabschef Thierry Burkhard auf der Plattform X mit.

6. April, 7.02 Uhr: Dreijähriger unter Toten nach russischem Angriff

Der dreijährige Tymofij, die siebenjährige Arina und der neun Jahre alte Herman - sie sind nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj unter den neun bei einem russischen Luftangriff getöteten Kindern und Jugendlichen.

Bei dem Einschlag einer russischen ballistischen Rakete in der Großstadt Krywyj Rih, gefolgt von einem Drohnenangriff, seien auch neun Erwachsene getötet worden, schrieb Selenskyj auf der Plattform X.

Blumen und Spielzeug liegen auf einem Kinderspielplatz in der Nähe der beschädigten Wohngebäude zum Gedenken an die Opfer des russischen Raketenangriffs.  © Uncredited/AP/dpa

5. April, 7.11 Uhr: Kiew hofft weiter auf Truppenkontingente

In einer Videobotschaft ging Selenskyj auf ein Treffen ukrainischer Militärs mit Vertretern Frankreichs und Großbritanniens ein.

Dabei seien Details zur Stationierung von deren Sicherheitskontingenten besprochen worden. Es gebe spürbare Fortschritte auf dem Weg zu Sicherheitsgarantien für die Ukraine, lobte der Präsident. Paris und London führen eine "Koalition der Willigen" an, die einen möglichen Frieden in der Ukraine absichern will.

5. April, 7.09 Uhr: Kiew nennt russischen Beschuss von Kraftwerken gezielt

Krywyj Rih reiht sich dabei nach den Worten Selenskyjs nur in die Serie jüngster russischer Angriffe auf zivile Objekte ein.

In Charkiw seien so nach russischen Drohnenangriffen aus der Nacht zuvor mit fünf Toten und 34 Verletzten immer noch die Bergungsarbeiten im Gange. Auch der Treffer mit einer per Kamera gesteuerten Drohne in einem Kraftwerk könne kein Zufall sein - "die Russen wissen, dass es sich um eine Energieanlage handelt und diese Anlagen gemäß den Versprechen Russlands gegenüber der amerikanischen Seite vor jeglichen Angriffen geschützt werden müssen", warf er Russland vor.

5. April, 7.04 Uhr: Russland will keine Feuerpause laut Selenskyi

Getroffen worden sei eine gewöhnliche Stadt, der Schlag sei gegen eine belebte Straße und Wohnhäuser geführt worden, hatte Selenskyj schon in einer ersten Reaktion bei Telegram beklagt.

"Es gibt nur einen Grund, warum das weitergeht: Russland will keine Feuerpause, und wir sehen das." Der ukrainische Staatschef forderte, den Druck auf Moskau zu erhöhen: Amerika, Europa und der Rest der Welt hätten genügend Möglichkeiten, um Russland zu zwingen, Terror und Krieg einzustellen.

Autos und Garagen seien in Brand geraten und rund zwei Dutzend mehrstöckige Wohnhäuser beschädigt worden, erklärte derweil Lyssak. Die Heimatstadt von Präsident Selenskyj liegt gut 70 Kilometer von der Frontlinie entfernt.

Mehrere Autos und Garagen gingen in Flammen auf, rund zwei Dutzend mehrstöckige Wohnhäuser wurden bei den Angriffen beschädigt. (Archivbild)  © Uncredited/Ukrainian Emergency Service/dpa

4. April, 21.57 Uhr: Selenskyj wirft Moskau Angriffe auf zivile Objekte vor

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (47) hat Russland die bewusste Kriegsführung gegen Städte und andere zivile Einrichtungen vorgeworfen.

Allein in den vergangenen 24 Stunden habe das russische Militär Angriffe auf die Städte Krywyj Rih und Charkiw sowie ein Kraftwerk in Cherson lanciert - trotz einer Abmachung zum Schutz von Energieanlagen, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. "Alle russischen Versprechen enden mit Raketen und Drohnen, Bomben oder Artillerie", fügte er hinzu.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (47).  © Ukraine Presidency/Ukrainian Pre/Planet Pix via ZUMA Press Wire/dpa

4. April, 19.30 Uhr: Für Rubio müssen bald echte Fortschritte vom Kreml zu sehen sein

Die USA werden nach Einschätzung ihres Außenministers Marco Rubio (53) binnen Wochen Klarheit darüber haben, ob der russische Präsident Wladimir Putin (72) ernsthaft an den Ukraine-Verhandlungen interessiert ist.

"Wir werden schon bald wissen, in wenigen Wochen, nicht in Monaten, ob es Russland mit dem Frieden Ernst meint oder nicht. Ich hoffe, dass sie es tun. Es wäre gut für die Welt", sagte Rubio vor seiner Abreise aus Brüssel.

US-Präsident Donald Trump (78) werde nicht in die Falle einer Reihe endloser Verhandlungen tappen. Wenn Moskau Frieden wolle, wäre das großartig. Wenn nicht, müssten die USA neu bewerten, "wo wir stehen und wie wir vorgehen." Es sei klar, dass Washington bald echte Fortschritte sehen müsse, "oder wir müssen zu dem Schluss kommen, dass sie nicht am Frieden interessiert sind".

US-Außenminister Marco Rubio (53).  © Nicolas Tucat/Pool AFP via AP/dpa

4. April, 19 Uhr: Viele Tote nach russischem Raketenschlag auf Krywyj Rih

In der südostukrainischen Industriestadt Krywyj Rih sind durch einen russischen Raketenschlag nach Behördenangaben mindestens zwölf Menschen getötet worden.

Mehr als 50 weitere seien verletzt worden, teilte der Chef der Militärverwaltung, Olexander Wilkul, bei Telegram mit. Der Angriff sei mit einer ballistischen Rakete durchgeführt worden.

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