Ukraine-Krieg: Trump will morgen mit Putin sprechen

Ukraine - US-Präsident Donald Trump (78) will eigenen Aussagen zufolge am Dienstag mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin (72) sprechen.

US-Präsident Donald Trump (78) sagte, die Chancen für einen Deal mit Russland stünden sehr gut.  © Manuel Balce Ceneta/AP/dpa

Der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge sagte Trump auf dem Flug vom US-Bundesstaat Florida in die Hauptstadt Washington, die Chancen für einen Deal stünden sehr gut und es werde bis Dienstag möglicherweise etwas mitzuteilen geben.

Auf die Frage, welche Zugeständnisse er von Putin erwarte, antwortete der US-Präsident demnach, große Teile der Diskussion würden sich um Gebietsansprüche drehen. Laut dem US-Sender Fox News sagte Trump zudem, es gehe unter anderem auch über die Zukunft von Kraftwerken.

Bereits im Wahlkampf hatte sich der Republikaner immer wieder seiner angeblich guten Kontakte zu Putin gerühmt und behauptet, er könne den Ukraine-Krieg innerhalb von 24 Stunden beenden.

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Die ukrainische Regierung und ihre europäischen Verbündeten befürchten, dass Trump eine Friedensregelung erzwingen will, die Russland einseitig bevorteilen und faktisch als Sieger aus dem verlustreichen Krieg hervorgehen lassen könnte.

Alle relevanten Informationen zum aktuellen Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Ticker.

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17. März, 16.26 Uhr: Kanzleramtschef spricht über weitere Hilfen

Der noch amtierende Chef des Bundeskanzleramts, Wolfgang Schmidt (54), hat sich in Kiew mit dem Leiter der ukrainischen Präsidialverwaltung, Andrij Jermak, zu Gesprächen über weitere Hilfen für das von Russland angegriffene Land getroffen.

Er habe Schmidt bei dem Treffen für die Unterstützung Deutschlands gedankt, schrieb Jermak dazu auf der Plattform X. "Danke für den guten Austausch", antwortete Schmidt darauf, ebenfalls auf X. Details zu den Inhalten des Gesprächs nannten sie nicht.

Allerdings äußerten sie sich zu den jüngsten Waffenlieferungen aus Berlin. Dazu gehören demnach etwa Flugabwehrpanzer vom Typ Gepard, Überwachungsdrohnen und Minenräumpanzer vom Typ Wisent.

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Wolfgang Schmidt (54) ist in Kiew mit Andrij Jermak, dem Leiter der ukrainischen Präsidialverwaltung, zusammengetroffen.  © Christophe Gateau/dpa

17. März, 13.24 Uhr: Kreml bestätigt Pläne für Telefonat mit Trump am Dienstag

Der Kreml hat ein für Dienstag von US-Präsident Donald Trump (78) mit seinem russischen Kollegen Wladimir Putin (72) angekündigtes Telefonat bestätigt.

Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte in Moskau, dass die Vorbereitungen für das Gespräch "tatsächlich" liefen. Eine Uhrzeit nannte er aber nicht.

17. März, 13.23 Uhr: Feuer in russischer Energieanlage nach Drohnenangriff

Die Ukraine hat in der Nacht russischen Behördenangaben zufolge erneut einen folgenschweren Angriff auf eine Energieanlage unternommen.

Bei einem Drohnenangriff auf das Gebiet Astrachan an der Wolga sei ein Mensch verletzt worden, teilte der Gouverneur der Region, Igor Babuschkin, auf Telegram mit. Die Attacke habe der Energie- und Treibstoffindustrie gegolten. "Beim Absturz der Drohnentrümmer auf das Territorium des Objekts ist es zu einem Brand gekommen", schrieb Babuschkin.

Immer wieder versucht die Ukraine Treibstoffanlagen in Russland zu treffen, um die Logistik der russischen Armee zu schwächen.  © Uncredited/Russian Emergency Ministry Press Service/AP/dpa

17. März, 9.12 Uhr: Kiews Verbündete befürchten einseitige Friedensregelung

Die ukrainische Regierung und ihre europäischen Verbündeten befürchten, dass Trump eine Friedensregelung erzwingen will, die Russland faktisch als Sieger aus dem verlustreichen Krieg hervorgehen lassen könnte, der weite Teile der Ukraine zerstört hat.

Die Tatsache, dass die neue US-Regierung der Ukraine - quasi als Kompensation für die bislang gewährte Unterstützung - ein Abkommen zur Ausbeutung von Rohstoffvorkommen in dem Land abverlangte, wurde als bedenkliches Signal wahrgenommen. Vor dem Hintergrund des drastischen Kurswechsels der USA unter Trump sehen sich die Europäer zum Handeln gezwungen.

17. März, 9.07 Uhr: Kiew betont weitere militärische Präsenz in Kursk

Das ukrainische Militär hält nach offiziellen Angaben auch nach dem Rückzug aus der Kleinstadt Sudscha weiterhin Positionen im westrussischen Gebiet Kursk.

"Wir haben weiterhin eine signifikante Zahl an (Quadrat-)Kilometern feindlichen Territoriums unter Kontrolle", sagte der ukrainische Verteidigungsminister Rustem Umjerow dem US-Sender Fox News, das am Sonntagnachmittag (US-Ostküstenzeit) ausgestrahlt wurde. Derzeit seien keine ukrainischen Einheiten dort eingekreist. "Aussagen über Tausende ukrainische Soldaten, die eingekesselt sind, sind daher nicht korrekt", betonte er.

Der ukrainische Verteidigungsminister Rustem Umjerow (42).  © Michael Kappeler/dpa

17. März, 6.09 Uhr: Selenskyj sagt das die Diplomatie verstärkt werden muss

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bescheinigte der russischen Führung derweil bewusste Verzögerungstaktik bei den Gesprächen über einen möglichen Waffenstillstand.

Nach den Verhandlungen der ukrainischen Delegation mit Vertretern der USA in Saudi-Arabien habe Russland "fast eine weitere Woche gestohlen, eine Woche Krieg, die nur Russland braucht", sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Kiew werde nun alles tun, um die Diplomatie zu verstärken. "Aber jeden Tag geht es jetzt darum, unsere Unabhängigkeit, unseren Staat und unser Volk zu verteidigen", sagte Selenskyj.

17. März, 6.08 Uhr: Gipfeltreffen am Donnerstag

Bei dem heutigen Außenministertreffen soll es erstmals auf Ministerebene einen Austausch über Kallas' neue Initiative geben.

Auch der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha nimmt an den Gesprächen in Brüssel teil. "Unsere Prioritäten sind Europas Einheit, Stärke und Entschlossenheit", schrieb er auf der Plattform X. Es sei keine Zeit für "engstirnige Interessen, kleinliche Erpressung oder Trojanische Pferde", sagte er mit Blick auf mögliche Quertreiber innerhalb der EU, ohne diese beim Namen zu nennen.

Eine politische Grundsatzentscheidung wird bei dem Treffen nicht erwartet. Dafür muss es nach Angaben von Diplomaten vermutlich noch Gespräche auf Ebene der Staats- und Regierungschefs geben. Diese kommen am Donnerstag zu ihrem Frühjahrsgipfel in Brüssel zusammen.

Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha (50) nimmt an den Gesprächen in Brüssel teil.  © Michel Euler/AP/dpa

17. März, 6.01 Uhr: EU berät über Militärhilfen für die Ukraine

Die Außenministerinnen und Außenminister der EU-Staaten beraten heute in Brüssel über die weitere militärische Unterstützung der Ukraine.

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur vorgeschlagen, dem von Russland angegriffenen Land in diesem Jahr Hilfen im Wert von 20 bis 40 Milliarden Euro zur Verfügung zu stellen. Dafür sollen Mitgliedstaaten entsprechend ihrer Wirtschaftskraft Beiträge leisten.

17. März, 6 Uhr: Trump will am Dienstag mit Putin sprechen

US-Präsident Donald Trump will eigenen Aussagen zufolge am Dienstag mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin sprechen.

Das sagte er nach Angaben mitreisender Reporter bei einem Flug mit seiner Präsidentenmaschine Air Force One, auf dem er sich über eine mögliche Beendigung des Ukraine-Kriegs äußerte, wie mehrere US-Medien übereinstimmend berichteten.

US-Präsident Donald Trump (78) will am Dienstag mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin (72) sprechen.  © Evan Vucci/AP/dpa

16. März, 21.45 Uhr: Wie geht es für die Ukraine weiter? Russen und Amerikaner beraten über "nächste Schritte"

Die führenden US-amerikanischen und russischen Diplomaten berieten am Samstag über die "nächsten Schritte" zur Beendigung des Krieges in der Ukraine, nur wenige Stunden nachdem sich die Verbündeten Kiews darauf geeinigt hatten, Druck auf Moskau auszuüben.

Trotz der jüngsten Spannungen zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj hat Kiew grundsätzlich einem von den USA vermittelten 30-tägigen bedingungslosen Waffenstillstand zugestimmt – sofern Moskau seine Angriffe in der Ostukraine einstellt.

Der russische Präsident Wladimir Putin hat allerdings keinem Waffenstillstand zugestimmt, sondern stattdessen Bedingungen gestellt, die über die im Abkommen der USA mit der Ukraine geforderten hinausgehen.

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