Ungewöhnlich hohe Verluste: Deshalb haben viele Bienenvölker den Winter nicht überlebt

Von Petra Albers

Köln/Mayen - Viele Bienenvölker sind in Nordrhein-Westfalen nicht gut durch den Winter gekommen.

Die Honigbiene spielt eine zentrale Rolle im Ökosystem, insbesondere durch ihre Funktion als Bestäuber.
Die Honigbiene spielt eine zentrale Rolle im Ökosystem, insbesondere durch ihre Funktion als Bestäuber.  © Sebastian Kahnert/dpa

"Es gibt überdurchschnittlich hohe Verluste", sagte der Leiter des Fachzentrums Bienen und Imkerei, Christoph Otten, auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Dies sei sehr unterschiedlich verteilt: "Manche Imker haben alle Völker verloren, andere aber kein einziges." Genaue Daten lägen noch nicht vor.

Wesentlich verantwortlich für die Verluste ist die Varroa-Milbe. Der Parasit macht seit Jahren große Probleme, da er die Bienen und ihre Brut befällt und zudem Viren überträgt.

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In einigen Fällen täten auch die Imker nicht genug, um die Vitalität ihrer Völker zu unterstützen, sagte Otten. Inwieweit die Verluste sich auf die diesjährige Honigernte auswirken, sei noch nicht absehbar.

Generell habe das Wetter einen großen Einfluss auf die Ernte. "Wenn es in nächster Zeit schön bleibt, sammeln die Bienen fleißig Nektar und Pollen und werden immer aktiver", erklärte Otten.

Vor allem durch die Pollen verstärkten sie ihre Brutaktivität und könnten sich gut entwickeln. Ende Mai oder Anfang Juni stehe für die Imker dann die Ernte des Frühjahrshonigs an.

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa

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