Schüler im Allgäu retten Eichhörnchen: Tier steckt in 100-Kilo-Deckel fest

Kempten - Es wird langsam immer wärmer und das bedeutet für Eichhörnchen, dass sie nun besonders aktiv sind. Eines dieser Tiere hat sich dabei in eine sehr missliche Lage gebracht – doch Schüler retteten dem Nager das Leben.

Mit dem Einsatz von etwas Öl konnten Ärzte und Helfer den kleinen Patienten nach etwa 30 Minuten aus seiner Lage befreien.
Mit dem Einsatz von etwas Öl konnten Ärzte und Helfer den kleinen Patienten nach etwa 30 Minuten aus seiner Lage befreien.  © Markus Dorer / EinsatzReport24

Nach der Winterruhe sind die Vorräte längst aufgebraucht, die Paarungszeit läuft schon seit einiger Zeit, entsprechend müssen die Nester gereinigt und für den Nachwuchs vorbereitet werden.

Die Aufgabenliste der Eichkätzchen ist seit einigen Wochen gut gefüllt. Eines dieser kleinen Geschöpfe hätte sich am Freitag beinahe zum letzten Mal aufgemacht, diese abzuarbeiten.

Es steckte in einem Gullydeckel fest und konnte sich nicht mehr befreien. Im Grunde das Todesurteil für den kleinen Baumfuchs. Doch ein paar Kinder waren zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

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Die Schüler einer Montessori-Schule im Oberallgäu entdeckten das Tier, erkannten die hilflose Lage und taten das einzig Richtige: Sie alarmierten die Feuerwehr. Die Einsatzkräfte konnten das Eichhörnchen zwar auch nicht vor Ort befreien, aber hatten einen Plan.

Gegen 14 Uhr packten sie den Kanaldeckel samt dem Tier, luden ihn ihren Wagen und fuhren damit zu einer nahe gelegenen Kleintierspezialisten-Praxis. Im Operationsbereich begann dann der knifflige Teil.

Das Tier darf sich jetzt für ein paar Tage in einer Eichhörnchen-Pflegestelle erholen, ehe es zurück in die Natur geht.
Das Tier darf sich jetzt für ein paar Tage in einer Eichhörnchen-Pflegestelle erholen, ehe es zurück in die Natur geht.  © Markus Dorer / EinsatzReport24

Tierärzte und Helfer brauchten etwa 30 Minuten – mussten das Eichhörnchen dabei auch leicht sedieren – bis Deckel und Tier erfolgreich getrennt werden konnten. Abgesehen von leichten oberflächlichen Blessuren blieb das Tier unverletzt.

Titelfoto: Markus Dorer / EinsatzReport24

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