Spatenstich erfolgt: Baubeginn für Tesla-Bahnhof in Deutschland

Von Wilhelm Pischke

Grünheide - In Grünheide sind die Arbeiten zum Bau des neuen Bahnhofs aufgenommen worden.

Unter anderem in Anwesenheit von Brandenburgs Verkehrsminister Detlef Tabbert (64, BSW, 2.v.r.) ist am Freitag der symbolische Spatenstich für den Bau des neuen Bahnhofs am Tesla-Werk erfolgt.  © Patrick Pleul/dpa

Unmittelbar am einzigen europäischen Werk des Elektroautobauers Tesla setzen Vertreter der Bahn und des Landes Brandenburgs den symbolischen Spatenstich für den neuen Bahnhof Fangschleuse.

Er liegt am Tesla-Werk, rund zwei Kilometer versetzt vom bisherigen Bahnhof. Mit längeren Bahnsteigen und neuen Gleisen für den Güterverkehr soll der Industriestandort Freienbrink besser erschlossen werden, wie eine Sprecherin der Bahn mitteilte.

Konkret soll ein moderner Güterbahnhof mit fünf Gleisen und zwei Überholgleisen entstehen. Die Gleisanlagen ermöglichen es den Zügen, die Richtung zu wechseln und gleichzeitig in den Industriestandort ein- und auszufahren, ohne den Zugverkehr auf der Strecke zwischen Berlin und Frankfurt (Oder) zu beeinträchtigen.

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Es gehe auch darum, dass mehr Güter von der Straße auf die Schiene verlagert werden können, sagte Brandenburgs Verkehrsminister Detlef Tabbert (64, BSW).

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Umweltaktivisten kritisieren Bau von Bahnhof scharf

An der Gigafactory soll bis 2026 der Bahnhof Fangschleuse entstehen.  © Patrick Pleul/dpa

Mit dem Bau "setzen wir ein klares Zeichen für eine leistungsfähige, moderne und zukunftsorientierte Schieneninfrastruktur".

Nach Angaben der Deutschen Bahn sollen mit der Fertigstellung 2026 täglich rund 15.000 Fahrgäste die Infrastruktur rund um den Bahnhof nutzen.

Der Ausbau des Tesla-Werks wird von Umweltaktivisten kritisiert. Sie halten das Werk für umweltschädigend für die regionale Natur und versuchten zuletzt mehrfach, die Vorbereitungsarbeiten zum Bau des neuen Bahnhofs zu behindern.

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