Von Wolf von Dewitz
Bonn - Die Gewerkschaft Verdi setzt die Warnstreiks bei der Deutschen Post auch am heutigen Freitag und Samstag fort.
Bundesweit sind Beschäftigte in der Brief-, Paket- und Verbundzustellung an ausgewählten Standorten sowie in Service-Niederlassungen zu vorübergehenden Arbeitsniederlegungen aufgerufen, wie Verdi mitteilte.
Rund zehn Prozent aller Briefe und Pakete blieben laut Post am Freitag liegen. Auch am Samstag ist demnach mit starken Verzögerungen in der Zustellung zu rechnen.
Bereits in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch hatte Verdi bundesweit die Beschäftigten in den Paketzentren zu Warnstreiks aufgerufen, während am gestrigen Donnerstag Beschäftigte in der Zustellung und in Service-Niederlassungen im Ausstand waren.
"Mit den in dieser Woche ausgeweiteten Warnstreiks zeigen die Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben, dass sie deutlich mehr von ihrem Arbeitgeber erwarten", heißt es von Verdi.
Verdi fordert sieben Prozent höhere Entgelte in einem zwölf Monate laufenden Tarifvertrag, der für rund 170.000 Briefträger, Paketboten und andere Logistik-Mitarbeiter gelten würde.
Die Post, die zu DHL gehört, bietet in einem 27 Monate laufenden Vertrag eine Anhebung um zunächst 1,8 Prozent und später um weitere 2,0 Prozent.
Die drei bisherigen Verhandlungsrunden brachten kein Ergebnis, für Montag ist die vierte Runde geplant.
Erstmeldung 28. Februar, 7.29 Uhr. Aktualisiert um 12.56 Uhr.