Neuer Katastrophenplan: Mit diesen Löschlastern wappnet sich Sachsen für Waldbrände
Moritzburg - Vor drei Jahren wütete ein verheerender Waldbrand wochenlang in den Nationalparks Böhmische und Sächsische Schweiz. Die sächsische Regierung änderte im Zuge der Feuer-Katastrophe das Schutzkonzept, investiert 30 Millionen Euro in neue Löschtechnik. Nun scheint Sachsen endlich vorbereitet für die nächste Waldbrandsaison.

Hunderte Hektar Naturparkfläche wurden damals von den Flammen gefressen, 11 Millionen Euro Schaden verzeichnet. "Da geht einem die Hutschnur hoch, wenn man aus anderen Bundesländern Hilfe zum Löschen braucht. Damals dachte ich, sowas müssen wir doch selbst schaffen", erinnert sich Innenminister Armin Schuster (63, CDU).
Von der Umsetzung des geänderten Katastrophenplans zeugten am Freitag vor dem Moritzburger Schloss fünf Tanklösch-Laster des Typs "3000 Wald", nebst einem Kommandowagen des Modells Ford Ranger.
Alle sechs Fahrzeuge wurden für 2 Millionen Euro angeschafft und dem Landkreis Meißen zur Brandbekämpfung übergeben.
"Die Löschfahrzeuge sind für das Hochgelände geeignet. Sie können mit 4000 Litern Wasser beladen selbst steile Hänge abseits von befestigen Waldwegen meistern", erklärt der Sachsens Feuerwehr-Chefplaner Lars Jansen.
Fünf "Wald"-Laster an die Sächsische Schweiz

Zusätzlich gibt es einen separaten Selbstschutz-Tank (500 Liter) zur Kühlung und Löschung des Fahrzeugs im Krisenherd.
Noch in diesem Jahr sollen je fünf "Wald"-Laster in die Sächsische Schweiz sowie ins Erzgebirge geliefert werden. Die Kommandowagen des Typs Ford Ranger wurden an die beiden Landkreise bereits ausgeliefert.
Die drei bestehenden Waldbrand-Züge Nordsachsen, Bautzen, Görlitz sowie die drei neuen in Meißen, Sächsische Schweiz und Erzgebirge bekommen ebenfalls in diesem Jahr zusätzlich jeweils ein "Großtanklöschfahrzeug" mit Fassungsvolumen von 10.000 Litern (Preis je 400.000 Euro).
Titelfoto: Holm Helis