Ermittlungen zum Brocken-Brand abgeschlossen: Das ist das Ergebnis

Von Simon Kremer

Wernigerode - Die Staatsanwaltschaft Halberstadt hat die Ermittlungen nach dem Brand am Brocken im vergangenen September beendet.

Der Großbrand vernichtete circa 17 Hektar Waldfläche.
Der Großbrand vernichtete circa 17 Hektar Waldfläche.  © Matthias Bein/dpa

Es habe keine Hinweise darauf gegeben, dass das Feuer vorsätzlich oder fahrlässig gelegt wurde, teilte Oberstaatsanwalt Hauke Roggenbuck mit.

Daher sei davon abgesehen worden, ein Ermittlungsverfahren gegen bestimmte Personen einzuleiten. Zuerst hatte die "Magdeburger Volksstimme" berichtet.

Für den Brand, der am 6. September vergangenen Jahres am Königsberg im Nationalpark Harz ausgebrochen war, könnte es nach Ansicht von Experten zwei Ursachen geben, erklärte der Leiter der Staatsanwaltschaft in Halberstadt: entweder eine aus dem Zug geworfene glühende Substanz, wie eine Zigarette, oder Funkenflug der historischen Brockenbahn.

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"Man kann nicht feststellen, ob etwas Glühendes oder Glimmendes aus dem Zug geworfen wurde oder ob es etwas anderes war", sagte Roggenbuck. Auch zwei Dampfloks der Harzer Schmalspurbahnen (HSB) seien untersucht worden.

Funkensiebe, Aschekästen oder Bremsanlagen seien intakt gewesen und es habe keine Hinweise auf eine Verletzung der Sorgfaltspflicht gegeben.

Die Feuerfront erreichte teilweise eine Breite von 1000 Metern.
Die Feuerfront erreichte teilweise eine Breite von 1000 Metern.  © Matthias Bein/dpa

Suche nach Verursacher auch mit Hinweisportal im Internet

Fest steht aber: Der Brand sei nur an einer Stelle unterhalb des Brockens ausgebrochen, nicht an mehreren Stellen. Damals hatte es auch Vermutungen gegeben, das Feuer könnte an mehreren Stellen gelegt worden sein. Das Feuer hatte sich zeitweise auf einer Länge von mehr als 1000 Metern in dem unwegsamen Gelände ausgebreitet.

Bei dem Einsatz waren auch mehrere Flugzeuge und Hubschrauber, unter anderem von Bundeswehr und Polizei, in der Luft. Erst ein Wetterumschwung und der Regen hatten nach mehreren Tagen für Entspannung gesorgt. Die Polizei hatte nach dem Brand ein Hinweisportal im Internet geschaltet.

Titelfoto: Matthias Bein/dpa

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