Mehrere Menschen in Hochwassergebieten in Bayern vermisst, genaue Zahl nicht bekannt
München - Nicht nur Todesfälle sind aus den Hochwassergebieten in Bayern zu vermelden. Auch mehrere Personen gelten derzeit als vermisst. Dass die Zahl der getöteten Menschen steigt, kann daher nicht ausgeschlossen werden.
Derzeit geht man von sechs Personen aus, die möglicherweise verschwunden sind. Aber: Diese Zahl sei "extrem volatil", also schwankend.
Laut eines Sprechers des Innenministeriums in München lag die Zahl der Vermissten am Dienstagmorgen bei sieben, wenige Stunden später bei fünf, am frühen Nachmittag dann bei sechs.
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (57, CSU) hatte nach der Kabinettssitzung am Vormittag wieder von sieben gesprochen. Warum die Situation so undurchsichtig ist, erscheint schnell nachvollziehbar.
Einige der vermissten Personen könnten sich bei den Behörden vor Ort bereits wieder gemeldet haben.
Sprecher gesteht: "Die genauen Zahlen sind nicht sehr valide"
Aufgrund der Prioritäten in den Hochwassergebieten kann es jedoch vorkommen, dass diese Fälle dann nicht sofort an das Lagezentrum in München weitergegeben werden.
"Die genauen Zahlen sind daher nicht sehr valide", wird ein Sprecher des Ministeriums von der Deutschen Presseagentur (dpa) zitiert.
Unter anderem gilt seit Sonntagmorgen, 2.50 Uhr, im Landkreis Günzburg in Schwaben ein 22 Jahre alter Feuerwehrmann als vermisst, der bei einem Hochwasser-Einsatz mit einem Boot gekentert ist. Seine vier Kollegen zwischen 24 und 70 Jahren konnten sich aus eigener Kraft an Land retten.
Traurige Gewissheit hat man bereits in einem anderen Fall einer vermissten Person. Eine 43-Jährige, nach der seit Sonntag gesucht worden war, wurde – wie befürchtet – am Montag im oberbayerischen Schrobenhausen tot im Keller eines Hauses gefunden.
Das Hochwasser hält seit Tagen vor allem den Süden von Bayern und Baden-Württemberg in Atem. Über die aktuelle Lage im Land informiert Dich der TAG24-Unwetter-Liveticker.
Titelfoto: Armin Weigel/dpa