Mädchen und Oma werden bei Erdbeben in Trümmern eingeschlossen: Video zeigt Horror-Moment

Mandalay (Myanmar) - Fünf Tage nach dem schrecklichen Erdbeben in Myanmar, bei dem mehr als 2000 Menschen ums Leben gekommen sind, werden noch immer Dutzende vermisst. Vereinzelt gibt es aber auch gute Nachrichten aus dem Unglücksgebiet. So konnten zwei Teenager (13, 16) und ihre Großmutter (75) nach Stunden des Bangens gerettet werden.

Nach dem Erdbeben in Myanmar filmten sich Teenager, die zusammen mit ihrer Oma unter den Trümmern eines Gebäudes gefangen waren.
Nach dem Erdbeben in Myanmar filmten sich Teenager, die zusammen mit ihrer Oma unter den Trümmern eines Gebäudes gefangen waren.  © Screenshot/X/@YelisavetaPaUSA

Die beiden Mädchen waren zusammen mit ihrer 75-jährigen Oma während des Erdbebens der Stärke 7,7 am Freitag aus ihrer Wohnung im sechsten Stock in Mandalay geflohen und zu einer Nottreppe gerannt.

Laut Sky News stürzte das Gebäude dann zusammen und begrub die drei unter sich. Der besorgte Vater der Mädchen befürchtete, dass seine beiden Töchter beim Einsturz ums Leben gekommen waren, und bat in den sozialen Netzwerken um Hilfe, ihre Leichen zu bergen.

Was er nicht wusste: Wie durch ein Wunder hatten die Teenager und die Seniorin das Unglück überlebt. Allerdings waren sie aber unter den Trümmern eingeschlossen.

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15 Stunden lang mussten die drei verletzt in ihrer schier ausweglosen Situation ausharren. Da die Mädchen bei ihrer Flucht instinktiv nach ihren Smartphones gegriffen hatten, konnten sie ihre Zeit unter den Trümmern ihres Wohnhauses filmen.

Es entstand ein beklemmender Clip, der die Teenager und die 75-Jährige mitten im Geröll, abgerissenen Kabeln und Dunkelheit zeigt. Im Hintergrund hört man die verzweifelten Rufe anderer Überlebender.

Video zeigt eingeklemmte Teenager und Großmutter in Myanmar

Erdbeben-Opfer mussten 15 Stunden ausharren

Die Mädchen sowie die Seniorin konnten etwa nach 15 Stunden gerettet werden.
Die Mädchen sowie die Seniorin konnten etwa nach 15 Stunden gerettet werden.  © Bildmontage/Screenshot/X/@YelisavetaPaUSA

"Im Laufe der Stunden wurden sie entmutigt und hielten weinend die Hand ihrer Großmutter", erklärt der Vater der Mädchen auf Facebook.

Retter konnten die Familie schließlich ausfindig machen und schlugen ein kleines Loch in die Trümmer, um ihr Wasser geben zu können. Anschließend mussten sie die drei wieder alleine lassen, um weitere Werkzeuge zu holen.

In dieser Zeit nahmen die Mädchen die Sache selbst in die Hand und schlugen mit einem Hammer eine Lücke, durch die sie nach draußen krabbeln konnten.

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"Sie wollten eine größere Öffnung für die Großmutter schaffen, aber die großen Steine ​​waren zu schwer, und die beiden Schwestern konnten sie nicht bewegen", liest man im Beitrag weiter. Glücklicherweise konnte die Seniorin durch die Einsatzkräfte, die schließlich zurückkehrten, gerettet werden. Die 75-Jährige rang zu dieser Zeit schon verzweifelt nach Luft.

"Ich bin meiner Mutter und meinen beiden Töchtern zutiefst dankbar, dass sie diese Tortur mit so starkem Willen durchgestanden haben", freut sich der Vater der Mädchen.

Er erklärt weiter, dass die Teenager das Video aufgenommen hatten, weil sie annahmen, das Ganze nicht zu überleben. Sie hatten die Hoffnung, dass wenigstens ihre Handys gefunden werden und ihre Eltern dadurch Gewissheit bekämen.

Titelfoto: Bildmontage/Screenshot/X/@YelisavetaPaUSA

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