Zu große Ähnlichkeit: LEGO verklagt Hersteller von Anti-Terror-Blöcken
Heerhugowaard (Niederlande) - Der dänische Milliardenkonzern LEGO hat einem Unternehmen Markenrechtsverletzung vorgeworfen und zieht jetzt vor Gericht.

Wie der niederländische Sender NOS berichtet, fordert der Spielzeughersteller, dass die Betonformen auf der Seite des niederländischen Unternehmens nicht mehr mit den Plastik-Klemmbausteinen verglichen werden sollen.
So wirbt das Unternehmen BETONBLOCK auf seiner Website damit, dass die von ihnen hergestellten Formen wegen der Noppen auf ihrer Oberseite oftmals mit den "bekannten Legosteinen verglichen werden". Die Produkte werden auf der Seite auch direkt als "Beton-Legosteine" in den unterschiedlichsten Formen und Farben verkauft. Das Problem ist nur, dass sie diesen Vergleich nie mit ihrer dänischen Inspiration abgesprochen haben.
LEGO behauptet, dass das Markenrecht dadurch verletzt wurde, denn das Wort "Lego" würde einem rechtlichen Schutz unterliegen, der anderen verbietet, es zu kommerziellen Zwecken zu verwenden.
"Die Marke LEGO wird auf eine Weise verwendet, die Schaden anrichtet", sagte Firmenanwalt Jeroen Boelens zum beschriebenen Fall.
"Achtjähriger wurde noch nie mit einem 2500-Kilo-Betonklotz beschenkt"

Der Betonformhersteller beschreibt dieses Vorgehen von LEGO als pure "Schikane gegen Unternehmer".
"Wir haben nicht das Gefühl, dass LEGO dadurch derzeit Schaden nimmt. Noch nie wurde ein achtjähriges Kind von seinen Eltern mit einem 2500 Kilogramm schweren Betonklotz beschenkt, weil es sich Legosteine gewünscht hat", sagte Sander Tacx, Marketingleiter von BETONBLOCK.
Der dänische Konzern landet immer wieder durch ähnliche Gerichtsprozesse in den Schlagzeilen. So beispielsweise im April des vergangenen Jahres mit einem Prozess gegen einen anderen Unternehmer aus den Niederlanden, welcher Lego-Eisenbahn-Bausätze herstellte und verkaufte.
BETONBLOCK plädiert außerdem darauf, dass die Bezeichnung und der Vergleich zu den Plastik-Klemmbausteinen in der Branche "ein gängiger Begriff" sei. Ausgang offen!
Titelfoto: Fotomontage: Daniel Karmann/dpa, Christoph Soeder/dpa