Upps … Bank überweist nach Panne plötzlich 81 Billionen Dollar

USA - Bankirrtum zu Deinen Gunsten? Einem Citibank-Kunden wurden plötzlich 81 Billionen Dollar gutgeschrieben.

Ein Kontoinhaber aus Brasilien wäre um ein Haar sehr reich geworden. (Symbolbild)  © 123RF/sifotography

Eigentlich sollte ein Bankangestellter dem Kunden 280 Dollar (269 Euro) überweisen, doch es wurde etwas mehr.

Der renommierten Zeitung "Financial Times" liegen interne Dokumente vor, welche die Panne belegen. Demnach geschah der Vorfall bereits im April vergangenen Jahres, konnte aber bislang erfolgreich vertuscht werden.

Der Fehler passierte, als eine Auslandsüberweisung von den USA auf ein Konto in Brasilien vom Citibank-Computersystem wegen möglicher Geldwäsche als verdächtig eingestuft wurde.

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Ein Bankangestellter schaute sich daraufhin den Vorgang an und gab die Überweisung frei - dabei schlich sich offenbar der Zahlendreher ein. Dessen Vorgesetzter hätte den Vorgang im Vieraugenprinzip eigentlich überprüfen müssen, doch der Fehler wurde übersehen.

Ein dritter Mitarbeiter wurde schließlich stutzig und schlug Alarm - 90 Minuten, nachdem die Zahlung angewiesen war.

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Schwere Panne bei der Citibank: Überweisung hätte zum Fiasko werden können

Bei der Citibank geht es offenbar drunter und drüber.  © SPENCER PLATT / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / Getty Images via AFP

Gut für die Citibank: Die Überweisung war zwar schon 90 Minuten im internen System verbucht, konnte aber noch gestoppt werden. Der Kunde wurde doch kein Billionär.

Trotzdem muss sich die Bank Fragen zum laxen Umgang mit ihren Geldern gefallen lassen. Alleine im vergangenen Jahr kam es zu zehn ganz ähnlichen Pannen, geht aus den Dokumenten hervor.

In einem anderen Fall hatte das Finanzinstitut weniger Glück. Vor fast fünf Jahren kam es zu einer schweren Panne, als die Bank fast 900 Millionen Dollar an die Gläubiger eines insolventen Geschäftskunden überwiesen hatte. Der damalige Vorstandsvorsitzende, Michael Corbat, wurde daraufhin gefeuert.

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Im jüngsten Fall machte eine undurchdachte Software den Fehler wohl erst möglich. Eine Eigenart des Programms bestand darin, dass das Betragsfeld standardmäßig mit Nullen ausgefüllt ist, schreibt die FT. Die Bankangestellte hätten 15 Nullen vor jeder Transaktionen manuell löschen müssen, was in diesem Fall offenbar nicht geschah.

Derweil betonen Citibank-Vertreter, dass kein Geld abgeflossen sei, deswegen musste der Vorfall auch nicht der US-Bankenaufsicht OCC gemeldet werden. Nun muss sich die Chefetage der Großbank wohl trotzdem mit der peinlichen Panne beschäftigen.

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