Nicht einmal Pinguine sind sicher: Trump mit peinlichem Fauxpas bei neuer Zoll-Regelung
Heard und McDonaldinseln / Washington D.C. - Geht jetzt ein Aufschrei durch das Tierreich? Auf einmal sollen selbst Pinguine Steuern an die USA abtreten. Kein Scherz! Das neue Zoll-Paket von Donald Trump (78) trifft selbst eine unbewohnte kleine Insel mitten im Ozean.

Bei seinem Rundumschlag gegen die Länder auf der ganzen Welt hat US-Präsident Donald Trump (78) eine Liste veröffentlicht, in der er alle möglichen Ländern und die betreffenden Zölle für den Import von Waren in die USA aufführt.
Neben Ländern wie Algerien, Brasilien und China findet sich jedoch die ein oder andere Kuriosität in der Liste des US-Präsidenten. So hat dieser beispielsweise auch die Heard und McDonaldinseln mit aufgeführt. Diese kleine Inselgruppe vulkanischen Ursprungs befindet sich in den südlichen Gefilden des Indischen Ozeans circa 1700 Kilometer vor der Küste der Antarktis. Momentan steht sie unter der Verwaltung von Australien, doch das wirklich Verrückte ist: Die Inseln sind unbewohnt!
Auf den Heard und McDonaldinseln leben keine Menschen, sondern lediglich Robben, Königspinguine und Flugvögel. Sie sind eine von weltweit sieben bekannten Brutstätten dieser Pinguin-Art und zählen seit 1997 zum UNESCO-Weltnaturerbe.
Trotz der nicht vorhandenen Einwohnerzahl hat Donald Trump die Import-Zölle von Waren von den Heard und McDonaldinseln in die USA auf 10 Prozent gesetzt.
Die Pinguine, Robben und Vögel werden sich jedoch kaum an die neuen Trump-Regeln halten und artig zahlen.

Europäische Union wird als eigenes Land aufgeführt
Doch die skurrilen Teile der Liste sind damit noch nicht abgearbeitet. So wird auch die Europäische Union als eigenes Land aufgeführt. Und nicht nur das: Das französische Überseegebiet Reunion im Osten von Madagaskar hat es besonders heftig getroffen.
Obwohl es rechtlich gesehen zu Frankreich gehört, hat Donald Trump anscheinend ein persönliches Problem mit der kleinen Insel und hat deswegen mit seiner Zoll-Keule dem Überseegebiet einen Import-Steuersatz von unfassbaren 73 Prozent aufgebrummt.
Titelfoto: Fotomontage: Mark Schiefelbein/AP/dpa, Peter Kneffel/dpa