Drogen-Päckchen im Klassenzimmer: Vierjährige verteilt Koks an Mitschüler

Rio de Janeiro (Brasilien) - "Das schmeckt aber komisch", sagten die Kinder, als sie das seltsame weiße Pulver probierten, das ihre Mitschülerin ihnen gegeben hatte. Ein Lehrer alarmierte kurz darauf die Polizei.

Ohne es zu wissen, verteilte das vierjährige Mädchen die gefährliche Droge an seine Freunde in der Schule. (Symbolbilder)
Ohne es zu wissen, verteilte das vierjährige Mädchen die gefährliche Droge an seine Freunde in der Schule. (Symbolbilder)  © Fotomontage: Marcus Brandt/dpa, Marijan Murat/dpa

Laut einem Bericht der britischen Zeitung Mirror hat eine Vierjährige, ohne dass sie davon wusste, ihren Mitschülern Kokain zum Kosten gegeben. Sie dachte, dass sie lediglich Sorbet in kleinen Tüten dabeihatte, und wollte einfach nur nett zu ihren Freunden in der Klasse sein.

Bei einer Durchsuchung des Klassenraumes konnten 16 Päckchen gefunden werden, welche das Mädchen an seine Klassenkameraden verteilt hatte. Außerdem fand die Polizei sechs weitere Tütchen in ihrem Schulrucksack und neun unter dem Stuhl, auf dem sie saß.

Acht Drogenbeutel wurden von den Kindern bereits geöffnet und der Inhalt zum Teil "gegessen". Als die Polizei das kleine Mädchen befragte, sagte es, dass sein Vater ihm die Päckchen gab, ihr jedoch nicht erzählte, was der Inhalt ist.

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Noch während der Lehrer die Polizei alarmierte, tauchte plötzlich der Vater der Vierjährigen auf. Er riss dem Mädchen eines der Päckchen aus der Hand und floh, bevor die Gesetzeshüter eintrafen.

Das Mädchen sollte daraufhin von seinem Onkel von der Schule abgeholt werden.

Polizei fanden bei Razzia weitere Drogenpäckchen

Dieser wurde jedoch noch an Ort und Stelle von der Polizei verhaftet. Alle Kinder wurden in ein nahe gelegenes Krankenhaus gebracht und untersucht. Zwei Drogentests zeigten ein nicht eindeutiges Ergebnis, die anderen schlugen allesamt nicht auf die Droge an. In der darauffolgenden Nacht führten die Polizei und das Militär eine Razzia in einem Wohnhaus durch, bei der die Beamten weitere 300 der Kokstüten finden konnten.

Gleichzeitig wurde ein 21-Jähriger am Tatort festgenommen. Er gestand, die Drogen verkauft zu haben. Der Vater des Mädchens konnte noch nicht ausfindig gemacht werden.

Titelfoto: Fotomontage: Marcus Brandt/dpa, Marijan Murat/dpa

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