Israel-Krieg: Netanjahu-Berater festgenommen

Israel - Nach Angaben der Huthi-Miliz im Jemen sind bei US-Luftangriffen in dem Land seit Mitte März fast 60 Menschen getötet worden.

Seit dem 15. März hagelt es US-Bomben auf die Huthis im Jemen. (Symbolbild)  © Uncredited/AP/dpa

Seit Beginn der jüngsten US-Angriffe auf Stellungen der Miliz am 15. März seien mindestens 57 Menschen getötet und weitere 132 verletzt worden, teilte ein Sprecher des Huthi-kontrollierten Gesundheitsministeriums mit.

Im Jemen stehen die Hauptstadt Sanaa und andere Regionen des Landes unter der Kontrolle der vom Iran unterstützen Miliz. Die Huthi haben nach Ausbruch des Gaza-Kriegs in Solidarität mit der islamistischen Hamas immer wieder Schiffe mit Israel-Bezug im Roten Meer angegriffen.

Nach Angaben von US-Präsident Donald Trump (78) sollen mit den Luftangriffen US-Schiffe geschützt und die Freiheit der Schifffahrt wiederhergestellt werden.

Israel Krieg Israel-Krieg: Sorge um Waffenruhen in Nahost - Trump mit drastischer Idee

Alle Entwicklungen zum Krieg in Gaza, Libanon und Israel findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

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31. März, 17.07 Uhr: Netanjahu-Berater festgenommen - illegale Beziehungen zu Doha?

Israels Polizei hat zwei Personen im Rahmen ihrer Ermittlungen zu mutmaßlich illegalen Beziehungen zwischen Vertrauten von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (75) und dem Golfstaat Katar festgenommen.

Israelischen Medien zufolge handelt es sich bei beiden Verdächtigen um hochrangige Berater des israelischen Regierungschefs. Das Golfemirat Katar gehört zu den Unterhändlern bei den indirekten Gesprächen mit der Hamas, gilt aber auch als Unterstützer der Terrororganisation.

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Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (75). (Archivbild)  © Yair Sagi/Pool Yedioth Ahronoth/dpa

31. März, 16.12 Uhr: Bisher fast 60 Menschen bei US-Angriffen im Jemen getötet

Nach Angaben der Huthi-Miliz im Jemen sind bei US-Luftangriffen in dem Land seit Mitte März fast 60 Menschen getötet worden.

Seit Beginn der jüngsten US-Angriffe auf Stellungen der Miliz am 15. März seien mindestens 57 Menschen getötet und weitere 132 verletzt worden, teilte ein Sprecher des Huthi-kontrollierten Gesundheitsministeriums mit. Es gab keine Angaben dazu, ob es sich bei den Opfern um Kämpfer der Miliz oder Zivilisten handelt. Die Angaben konnten zunächst nicht unabhängig geprüft werden.

Auch am Sonntagabend gab es nach lokalen Angaben erneut Angriffe. Dabei seien drei Menschen getötet worden und 12 weitere Personen verletzt worden, berichtete die von den Huthi betriebene Nachrichtenagentur Saba.

Die US-Luftwaffe hat die Huthi-Rebellen im Jemen ins Visier genommen.  © Str/AP/dpa

31. März, 16.04 Uhr: Libanon verhaftet Verdächtige nach Raketenangriff auf Israel

Im Libanon haben Behörden mehrere Verdächtige im Zusammenhang mit Raketenangriffen in Richtung Israel festgenommen.

Nähere Angaben zu den mutmaßlichen Verantwortlichen nannte die zuständige Sicherheitsbehörde in der Mitteilung vom späten Sonntagabend nicht.

31. März, 16.03 Uhr: Israels Armee ruft Anwohner in Rafah zur Flucht auf

Israels Armee hat etliche Menschen im Süden des Gazastreifens aufgefordert, von dort zu fliehen.

Anwohner im Gebiet der Stadt Rafah sowie benachbarter Orte sollten sich umgehend nach Al-Mawasi begeben, hieß es in einem in arabischer Sprache veröffentlichten Aufruf. Die israelische Armee nehme ihre "intensiven Einsätze" in den betroffenen Gegenden wieder auf, um dort gegen Terrororganisationen vorzugehen. Die mit dem Aufruf veröffentlichte Karte zeigt, dass der Aufruf für den Großteil der Stadt Rafah gilt.

30. März, 18 Uhr: Leichen vermisster Sanitäter im Gazastreifen geborgen

Mehrere im Gazastreifen vermisste Sanitäter des Rettungsdienstes Palästinensischer Roter Halbmond (PRCS) sind laut der Organisation tot geborgen worden.

Retter fanden bei ihrer Suche in Rafah 14 Leichen, darunter die von acht Sanitätern, wie es in einer Erklärung des PRCS hieß. Ebenfalls gefunden wurden demnach die sterblichen Überreste von fünf Mitarbeitern des von der Hamas kontrollierten Zivilschutzes sowie die Leiche eines UN-Mitarbeiters.

30. März, 13.37 Uhr: Netanjahu kündigt Verstärkung des Drucks auf Hamas an

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat eine weitere Verstärkung der Angriffe auf die islamistische Hamas im Gazastreifen angekündigt.

Nur die Kombination aus militärischem und diplomatischem Druck könne die Geiseln zurückbringen, sagte er zu Beginn der wöchentlichen Kabinettssitzung in Jerusalem. Israel und die Hamas verhandeln bei indirekten Gesprächen über eine neue Waffenruhe im Gazastreifen. Strittig ist aber noch, wie viele Geiseln dabei freikommen sollen.

"Der militärische Druck funktioniert", sagte Netanjahu. "Einerseits zermalmt er die militärischen und Regierungsfähigkeiten der Hamas und andererseits schafft er die Bedingungen für die Freilassung unserer Geiseln." Das Sicherheitskabinett habe am Samstagabend eine Verstärkung des ohnehin schon hohen Drucks auf die Hamas beschlossen. Angehörige der Geiseln hatten immer wieder gewarnt, der Neubeginn des Kriegs gefährde das Leben ihrer Liebsten.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (75) hat eine weitere Verstärkung der Angriffe auf die islamistische Hamas im Gazastreifen angekündigt.  © Uncredited/Israeli Government Press Office/dpa

30. März, 13.29 Uhr: Laut Hamas fünf Kinder bei israelischem Luftangriff in Gaza getötet

Bei einem israelischen Luftangriff im Süden des Gazastreifens sind nach Angaben der von der islamistischen Hamas kontrollierten Zivilschutzbehörde mindestens acht Menschen getötet worden, darunter fünf Kinder.

Der am Sonntagmorgen erfolgte Angriff habe ein Haus und ein Zelt mit Vertriebenen in Chan Junis getroffen, erklärte der Sprecher der Zivilschutzbehörde im Gazastreifen, Mahmud Bassal, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

Der Angriff am ersten Tag des Fastenbrechens nach dem Ramadan erfolgte inmitten von Bemühungen um eine Fortsetzung der Waffenruhe im Gazastreifen.

29. März, 20.43 Uhr: Wieder Tausende Israelis für Geisel-Deal auf den Straßen

Tausende Israelis haben landesweit erneut für die Freilassung der Geiseln aus der Gewalt von Islamisten im Gazastreifen demonstriert.

Allein zu mehreren Kundgebungen in der Küstenmetropole Tel Aviv kamen israelischen Medien zufolge etliche Tausend Menschen. Einige Proteste richteten sich dabei auch explizit gegen die rechtsreligiöse Regierung unter Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (75). Die Veranstalter einer Kundgebung sprachen von Zehntausenden Teilnehmern.

Menschen nehmen in Tel Aviv an einem Protest teil, der die sofortige Freilassung der von der Hamas im Gazastreifen festgehaltenen Geiseln fordert.  © Maya Alleruzzo/AP/dpa

29. März, 19.39 Uhr: Israels Armee weitet Bodenoffensive in Rafah aus

Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge eine Bodenoffensive gegen die islamistische Hamas in einem weiteren Viertel der Stadt Rafah im südlichen Gazastreifen begonnen.

Es gehe um die Erweiterung einer "Sicherheitszone", teilte das Militär mit. Soldaten zerstörten demnach "terroristische Infrastruktur der Hamas".

Die Armee hatte vor knapp zwei Wochen bereits in einem anderen Stadtteil Rafahs eine Bodenoffensive begonnen.

Der Krieg bringt gewaltige Zerstörung mit sich. (Archivbild)  © Mohammad Abu Samra/AP/dpa

29. März, 19 Uhr: Hamas will während 50-tägiger Feuerpause Geiseln freilassen

Die Hamas im Gazastreifen ist nach eigenen Angaben dazu bereit, fünf von ihr verschleppte Geiseln im Rahmen einer neuen 50-tägigen Waffenruhe freizulassen. Man habe einem entsprechenden Vorschlag Ägyptens zugestimmt, teilte ein hochrangiges Mitglied der Islamisten mit.

Das Büro des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu (75) erklärte, seine Regierung habe von den Vermittlern einen Vorschlag erhalten und in Abstimmung mit den USA ein Gegenangebot gemacht. Laut der Nachrichtenseite ynet fordert Israel die Freilassung von zehn Verschleppten.

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