"Starkes Zeichen" für die Medizin: Uniklinik Magdeburg geht wichtigen Schritt

Magdeburg - Große Premiere für die hiesige Medizin: An der Magdeburger Uniklinik hat jetzt die deutschlandweit erste Hochschulambulanz für Geschlechtersensible Medizin eröffnet.

Um Prof. Dr. med. Ute Seeland (2.v.r.) wurde in Magdeburg die erste Hochschulambulanz für Geschlechtersensible Medizin eröffnet.
Um Prof. Dr. med. Ute Seeland (2.v.r.) wurde in Magdeburg die erste Hochschulambulanz für Geschlechtersensible Medizin eröffnet.  © Sarah Kossmann/ UMMD

"Mit dem innovativen Angebot setzt die Universitätsmedizin ein starkes Zeichen für die Bedeutung einer medizinischen Versorgung, die die besonderen gesundheitlichen Bedürfnisse verschiedener Geschlechter berücksichtigt", teilte die Klinik mit.

Die neue Hochschulambulanz möchte demnach Geschlechterunterschiede bei etwa Diagnostik oder Prävention einbeziehen und auch neue Maßstäbe für die Ausbildung junger Ärzte setzen.

Seit Mittwoch wird die Ambulanz von Professorin Dr. med. Ute Seeland geleitet, die seit dem 15. März 2024 deutschlandweit die erste Stiftungsprofessur für Geschlechtersensible Medizin innehat.

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Aber weshalb ist das wichtig? Besonders Frauen sind bei medizinischen Studien oft unterrepräsentiert. "Mittlerweile wächst jedoch das Bewusstsein dafür, dass es wichtig ist, Diagnose, Therapie und Prävention an die unterschiedlichen hormonellen Phasen anzupassen", so Seeland.

Künftig will die Uniklinik Magdeburg verstärkt mit niedergelassenen Ärzten zusammenarbeiten, um auch dort das Bewusstsein für geschlechterspezifische Behandlungen zu erhöhen.

Titelfoto: Sarah Kossmann/ UMMD

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