Reality-Star erzählt von Horror-Flug: "Es war sehr, sehr beängstigend"

Bali (Indonesien) - Passagiere eines Fluges von Bali nach Melbourne erlebten einen Schockmoment, als eine Frau mitten über dem Indischen Ozean plötzlich versuchte, eine Flugzeugtür zu öffnen. Auch ein australischer Reality-Star befand sich an Bord und berichtete von den Geschehnissen.

Auf Instagram erzählte Brooke Jowett (32) von der beängstigenden Situation.  © Montage: Screenshot/Instagram/brookejowett

Brooke Jowett (32), bekannt aus der Show "Australian Survivor", erzählte auf ihrem Instagram-Profil, was geschehen war.

Laut ihrer Aussage war der Grund für das gefährliche Verhalten der Frau, dass sie in einer anderen Reihe sitzen wollte, um einen Sitz zu bekommen, der sich verstellen lässt.

"Also beschloss sie, zu versuchen, die Türen zu öffnen, was offenbar etwas auslöste, das mit der Notrutsche zu tun hatte. Und ja, es war eine große, verdammt große Panik, es war sehr, sehr beängstigend, aber uns geht es gut", berichtete die 32-Jährige.

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Die Frau habe sich zunächst mit dem Personal gestritten, zerrte dann an der Tür. Ein Mann, der sich in der Nähe befand, reagierte blitzschnell und zog sie weg. "Er war offenbar ein Polizist außer Dienst und hat den Tag gerettet. Gott sei Dank", meinte sie.

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Nach zwei Stunden Flugzeit musste die Maschine umkehren

Als die Frau versuchte, die Tür zu öffnen, befand sich das Flugzeug gerade über dem Indischen Ozean.  © Screenshot/Flightradar24

Am Montag gegen 20.40 Uhr (Ortszeit) hatte das Flugzeug den Denpasar Ngurah International Airport verlassen.

Nach etwa zwei Stunden Flugzeit versuchte die Frau auf einer Höhe von circa 10.000 Metern plötzlich, die Tür zu öffnen, wie auch die Airline gegenüber news.com.au bestätigte.

Die Maschine mit über 200 Passagieren an Bord war schließlich gezwungen, zum Startflughafen zurückzukehren.

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Dort angekommen, wurde die Unruhestifterin von örtlichen Behörden in Gewahrsam genommen. Der Flug wurde schließlich gestrichen, den gestrandeten Reisenden bot man einen Alternativflug an.

Jetstar hatte schon zuvor mit Problem-Passagieren zu kämpfen

Jetstar meinte selbst, dass man keine Toleranz für unangemessenes Verhalten habe.  © BAY ISMOYO / AFP

Obwohl die Angst der Passagiere natürlich verständlich ist, wäre wahrscheinlich nichts passiert, wie Professor Doug Drury, der Leiter des Fachbereichs Luftfahrt an der Central Queensland University erklärte.

Eine Flugzeugtür lässt sich aufgrund des Drucks in der Höhe, in der sich das Flugzeug befand, nicht einfach so öffnen.

Erst am Wochenende war es auf einem anderen Jetstar-Flug, von Melbourne nach Bali, zu einem weiteren Zwischenfall gekommen, bei dem das Flugzeug umkehren musste.

Zwei Männer hatten einen Streit an Bord, der schließlich in einer Schlägerei endete. Die Billigairline betonte ihre Null-Toleranz-Politik für störendes und beleidigendes Verhalten.

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