Riesen-Rauchwolke: Großeinsatz der Feuerwehr in Sachsen, Halle schwer beschädigt
Delitzsch - Großeinsatz der Feuerwehr am Donnerstagvormittag im nordsächsischen Delitzsch!

Gegen 10.40 Uhr erhielten die Retter Meldung über einen Brand im Gewerbegebiet Delitzsch-Südwest, wie ein Sprecher der Rettungsleitstelle gegenüber TAG24 mitteilte. "Bei den Kreiswerken Delitzsch ist ein Förderband in der Brennstoffproduktion in Brand geraten", so der Sprecher.
Zahlreiche Einsatzkräfte eilten zum Ort des Geschehens an der Rudolf-Diesel-Straße und machten sich an die Löscharbeiten. Fast alle Feuerwehren der Gemeinde Delitzsch waren vor Ort, ebenso wie Kameraden aus Eilenburg, Schkeuditz und anderen Ortschaften. Eine Drehleiter aus Leipzig wurde später noch hinzugerufen. In der Spitze waren mehr als 100 Feuerwehrleute im Einsatz.
Aktuell laufen noch die Löscharbeiten. Das Förderband wurde durch das Feuer vollständig zerstört, wie die Feuerwehr vor Ort mitteilte. Auch die Halle wurde schwer beschädigt, konnte nur zur Hälfte von den Flammen gerettet werden. In dem Teil, in dem sich das Förderband befand, soll bereits das Dach eingestürzt sein.
Verletzt wurde bei dem Brand glücklicherweise nach bisherigen Informationen niemand. "Als wir eintrafen, hatten sich die Mitarbeiter bereits aus dem Gebäude gerettet", hieß es vonseiten der Feuerwehr.


Rauchwolke bis ins benachbarte Wiedemar

Wie es zu dem Brand kam, ist derweil noch unklar. Weil die Löscharbeiten derzeit noch andauern, konnte die Polizei noch nicht mit ihren Ermittlungen beginnen.
Über das Warnsystem Nina gab die Feuerwehr weitere Informationen zu dem Brandgeschehen heraus, warnte dort vor starker Rauchentwicklung durch das Feuer.
Die Rauchwolke war am Donnerstagmorgen über weite Strecken sichtbar, zog sich nicht nur über das Stadtgebiet von Delitzsch, sondern sogar bis in das benachbarte Wiedemar und weiter Richtung Sachsen-Anhalt.
Die Feuerwehr mahnte dazu, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungen und Klimaanlagen abzuschalten. "Betreten Sie keine verqualmten Räume. Dort können sich tödliche Gase bilden."
Autofahrer werden gebeten, das Gebiet um den Brandort weiträumig zu umfahren.
Erstmeldung von Donnerstag, 3. April, 11.55 Uhr. Aktualisiert um 14.09 Uhr.
Titelfoto: Montage: privat + Christian Grube