Bewegung an Carolabrücke: Abriss-Vorbereitungen nehmen Gestalt an
Dresden - Die Vorbereitungen für den Abriss der noch stehenden Züge A und B der Carolabrücke werden sichtbar!

Auf dem ehemaligen Parkplatz (Altstädter Seite) stehen nun sechs große Hubpontons, die in wenigen Tagen auf der Neustädter Flusshälfte zum Einsatz kommen.
Doch bevor es so weit ist, müssen noch Hindernisse beseitigt werden. So haben sich etwa auf dem Grund der Elbe bis zu drei Meter tiefe Löcher (sogenannte Auskolkungen) gebildet.
Um später nicht die Standsicherheit der Brückenstützen zu gefährden, müssen die Strudelkrater mit Wasserbausteinen aufgefüllt werden, erklärte Daniel Windisch (44), Projektleiter bei der Firma Hentschke Bau.
Ist das erledigt, werden nacheinander Stützen, per Kran vormontierte Pontons und sogenannte Kassettentürme auf das Wasser gebracht und übereinander gestapelt.
Ziel dieser aufwendigen Aktion ist, den akut einsturzgefährdeten Brückenabschnitt von Zug A (am Kragarm von Pfeiler D) abzustützen, um so weitere Abrissarbeiten am Bauwerk zu ermöglichen.


Trotz Ponton-Plattform: Schifffahrt auf Elbe soll weiterhin möglich sein

Obwohl allein die montierte Ponton-Plattform 130 Quadratmeter groß sein wird, soll die Schifffahrt (nach voriger Genehmigung) auf der Elbe weiterlaufen.
"Wir stehen dazu im Austausch mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt", bekräftigte Tiefbauamtsleiterin Simone Prüfer (59).
Derzeit arbeite das Rathaus an zwei Abriss-Varianten, von denen eine auch bei niedrigem Elbpegel (aktuell nur 1,07 Meter) funktioniert.
"Im April werden wir dazu die Entscheidung treffen", so Prüfer mit Blick auf den Zeitplan.
Titelfoto: Bildmontage: Holm Helis