Spangenberg - Rund 50 Kilogramm Marihuana und Haschisch wurden bei einer Razzia im nordhessischen Schwalm-Eder-Kreis beschlagnahmt. Zwei junge Männer wurden bei dem Polizei-Schlag gegen den organisierten Drogenhandel in der Region festgenommen.
Die Polizei-Aktion fand bereits am 24. März statt, wie die Staatsanwaltschaft Kassel und die Polizeidirektion Schwalm-Eder am Freitag gemeinsam mitteilten.
Demnach schlugen die Ermittler in der Kleinstadt Spangenberg, südöstlich von Kassel zu. Unter Einsatz eines Drogenspürhunds stellten sie rund 42 Kilogramm Marihuana sowie etwa zehn Kilogramm Haschisch sicher.
Zwei Verdächtige im Alter von 21 und 29 Jahren wurden bei der Razzia festgenommen.
Einen Tag später wurden die beiden jungen Männer einem Haftrichter des Amtsgerichts Kassel vorgeführt. Dieser erließ gegen beide Untersuchungshaftbefehle, jedoch wurde nur der 21-Jährige in ein Gefängnis eingeliefert. Der ältere Verdächtige wurde unter Auflagen wieder auf freien Fuß gesetzt.
Nach den bisherigen Ermittlungen seien die Drogen aus dem europäischen Ausland nach Deutschland eingeführt worden. "Das sichergestellte Rauschgift hat einen geschätzten Straßenverkaufswert von etwa 500.000 bis 700.000 Euro", ergänzte ein Sprecher.
Die Ermittlungen gegen die beiden mutmaßlichen Dealer dauern an.
Cannabis-Konsum: Nur kleine Mengen legalisiert
Die Drogen Haschisch und Marihuana werden aus weiblichen Hanf-Pflanzen gewonnen, auch bekannt als Cannabis. Bei Marihuana handelt es sich um getrocknete Blüten und Blätter, Haschisch hingegen ist das in der Regel zu Platten gepresste und getrocknete Harz.
Beide Drogen können bei Konsumenten zu einem mit Euphorie verbundenen Rausch führen und die individuelle Wahrnehmung verändern.
Zwar ist der Konsum von Hanf-Produkten als Droge seit dem 1. April 2024 unter bestimmten Bedingungen und nur in kleinen Mengen legal.
"Die Einfuhr von Cannabis aus dem Ausland nach Deutschland bleibt hingegen verboten", heißt es in einer Mittelung der Bundesregierung. Ebenso dürfen die Drogen nicht gewerblich vertrieben werden.