Sellner in Berlin: Linke Demo gegen Rechtsextremisten
Von Wilhelm Pischke
Berlin - In Berlin haben laut Polizei rund 100 Menschen gegen eine Veranstaltung mit dem österreichischen Rechtsextremisten Martin Sellner (36) demonstriert.

Die Demonstranten seien teilweise dem linken Spektrum zuzuordnen, sagte eine Sprecherin der Polizei.
Laut Teilnehmern der Protestaktion vor einem Restaurant in der Bundesallee soll es sich bei der Veranstaltung mit Sellner um eine Lesung handeln.
Die Demonstranten berichteten zudem, dass vor dem Eintreffen der Polizei mit Pfefferspray in das Lokal gesprüht worden sei.
Die Polizei bestätigte das auf Anfrage zunächst nicht. Man habe die beiden Lager voneinander fernhalten können, erklärte die Sprecherin.
Sellner war früher der Kopf der rechtsextremen Identitären Bewegung in Österreich. Er besuchte zuletzt deutsche Städte, um aus seinem Buch "Remigration" zu lesen.

Wenn Rechtsextremisten den Begriff "Remigration" verwenden, meinen sie in der Regel, dass eine große Zahl von Menschen ausländischer Herkunft das Land verlassen soll - auch unter Zwang.
Titelfoto: Morris Pudwell, Sebastian Willnow/dpa (Bildmontage)