Verbrennungen an Genitalien und Gesäß: Weitere Klagen gegen Starbucks
Kalifornien (USA) - Erst vor wenigen Wochen wurde Starbucks von einem Gericht dazu verurteilt, einem seiner Kunden eine Entschädigung von rund 50 Millionen US-Dollar zu zahlen. Jetzt haben sich zwei weitere Menschen gemeldet, die offenbar auch heißem Tee zum Opfer gefallen sind.

In einem Bericht von "abc-News" heißt es, dass beide Anklagen im Bundesstaat Kalifornien in den USA eingereicht wurden.
Bei dem ersten Fall handelt es sich um Sabrina Michelle Hermes, die sich vor zwei Jahren bei Starbucks "schwer verletzt" haben soll.
Demnach ist sie mit ihrem Auto durch den "Drive-in" einer Starbucks-Filiale gefahren, um wie gewohnt ihre Bestellung aufzugeben. Als sie diese bekam, muss wohl einer der Mitarbeiter den Deckel auf einem ihrer Getränke nicht richtig verschlossen haben, weswegen sich die heiße Flüssigkeit über Beine, Hüfte, Knie und Füße von Michelle ergoss.
In der Klage heißt es: "Starbucks sei verpflichtet gewesen, bei der Zubereitung, Handhabung und dem Servieren angemessene Sorgfalt walten zu lassen, um zu verhindern, dass diese auf Kunden wie die Klägerin verschüttet werden und diese dadurch verletzen."
Michelle und ihr Anwalt fordern von dem Unternehmen Schadensersatz, der sowohl die Erstattung von vergangenen und zukünftigen Behandlungskosten als auch entgangener Einnahmen durch das Fehlen am Arbeitsplatz beinhaltet.
Starbucks-Getränk entstellte Genitalien eines Mannes

Auf Anfrage der Zeitung meldete ein Sprecher von Starbucks, dass das Unternehmen diese Klage anfechten werde. Weiter nimmt er die Mitarbeiter der einzelnen Filialen in Schutz.
Die Behauptungen von Michelle bezeichnet das Unternehmen als "unbegründet" und sie würden sich darauf freuen, ihre Sicht der Dinge vor Gericht zu präsentieren.
Nicht weit vom Ort des Geschehens entfernt verklagen auch Ernesto Vladimir Sanchez Avendano und sein Anwalt aus denselben Gründen den Kaffee-Konzern auf eine unbestimmte Summe Schadensersatz. Ernesto soll sich auch eines Tages mit seinem Auto in einen "Drive-Thru" gestellt haben, um ein Getränk zu bestellen.
Als ihm dieses gereicht wurde, löste sich der Deckel und der heiße Inhalt spritzte auf seinen Schoß, wodurch Ernesto nach eigenen Aussagen schwere Verbrennungen, Entstellungen und lähmende Nervenschäden an seinen Genitalien und seinem Gesäß erlitt.
Auch in Bezug auf diese Klageschrift meldete der Starbucks-Sprecher, dass man die Anklagepunkte "sorgfältig prüfen" würde.
Titelfoto: Michael Kappeler/dpa