Verbrennungen an Genitalien und Gesäß: Weitere Klagen gegen Starbucks

Kalifornien (USA) - Erst vor wenigen Wochen wurde Starbucks von einem Gericht dazu verurteilt, einem seiner Kunden eine Entschädigung von rund 50 Millionen US-Dollar zu zahlen. Jetzt haben sich zwei weitere Menschen gemeldet, die offenbar auch heißem Tee zum Opfer gefallen sind.

Beide Kläger sollen sich durch ein Getränk des Kaffee-Giganten Starbucks starke Verbrennungen zugezogen haben.
Beide Kläger sollen sich durch ein Getränk des Kaffee-Giganten Starbucks starke Verbrennungen zugezogen haben.  © Andrej Sokolow/dpa

In einem Bericht von "abc-News" heißt es, dass beide Anklagen im Bundesstaat Kalifornien in den USA eingereicht wurden.

Bei dem ersten Fall handelt es sich um Sabrina Michelle Hermes, die sich vor zwei Jahren bei Starbucks "schwer verletzt" haben soll.

Demnach ist sie mit ihrem Auto durch den "Drive-in" einer Starbucks-Filiale gefahren, um wie gewohnt ihre Bestellung aufzugeben. Als sie diese bekam, muss wohl einer der Mitarbeiter den Deckel auf einem ihrer Getränke nicht richtig verschlossen haben, weswegen sich die heiße Flüssigkeit über Beine, Hüfte, Knie und Füße von Michelle ergoss.

Panik an Elite-Uni: Student wirft Molotow-Cocktail aus Wohnheimzimmer
Aus aller Welt Panik an Elite-Uni: Student wirft Molotow-Cocktail aus Wohnheimzimmer

In der Klage heißt es: "Starbucks sei verpflichtet gewesen, bei der Zubereitung, Handhabung und dem Servieren angemessene Sorgfalt walten zu lassen, um zu verhindern, dass diese auf Kunden wie die Klägerin verschüttet werden und diese dadurch verletzen."

Michelle und ihr Anwalt fordern von dem Unternehmen Schadensersatz, der sowohl die Erstattung von vergangenen und zukünftigen Behandlungskosten als auch entgangener Einnahmen durch das Fehlen am Arbeitsplatz beinhaltet.

Starbucks-Getränk entstellte Genitalien eines Mannes

Das Unternehmen Starbucks möchte gegen alle Klagen in Berufung gehen, auch gegen das bereits gesprochene Gerichtsurteil.
Das Unternehmen Starbucks möchte gegen alle Klagen in Berufung gehen, auch gegen das bereits gesprochene Gerichtsurteil.  © Michael Kappeler/dpa

Auf Anfrage der Zeitung meldete ein Sprecher von Starbucks, dass das Unternehmen diese Klage anfechten werde. Weiter nimmt er die Mitarbeiter der einzelnen Filialen in Schutz.

Die Behauptungen von Michelle bezeichnet das Unternehmen als "unbegründet" und sie würden sich darauf freuen, ihre Sicht der Dinge vor Gericht zu präsentieren.

Nicht weit vom Ort des Geschehens entfernt verklagen auch Ernesto Vladimir Sanchez Avendano und sein Anwalt aus denselben Gründen den Kaffee-Konzern auf eine unbestimmte Summe Schadensersatz. Ernesto soll sich auch eines Tages mit seinem Auto in einen "Drive-Thru" gestellt haben, um ein Getränk zu bestellen.

Tourist dringt in gefährliches Stammesreservat ein - um Einwohnern eine Cola zu bringen!
Aus aller Welt Tourist dringt in gefährliches Stammesreservat ein - um Einwohnern eine Cola zu bringen!

Als ihm dieses gereicht wurde, löste sich der Deckel und der heiße Inhalt spritzte auf seinen Schoß, wodurch Ernesto nach eigenen Aussagen schwere Verbrennungen, Entstellungen und lähmende Nervenschäden an seinen Genitalien und seinem Gesäß erlitt.

Auch in Bezug auf diese Klageschrift meldete der Starbucks-Sprecher, dass man die Anklagepunkte "sorgfältig prüfen" würde.

Titelfoto: Michael Kappeler/dpa

Mehr zum Thema Aus aller Welt: