"Illegale Übernahme": Musk-Team dringt in Friedensinstitut ein

Washington (USA) - Das US-Friedensinstitut in Washington wurde mithilfe der Polizei von Doge-Mitarbeitern übernommen. Dabei warfen sie auch den Präsidenten George Moose raus - der sprach von einem Einbruch.

Der Zugang zum Gebäude der USIP ist zunächst untersagt.
Der Zugang zum Gebäude der USIP ist zunächst untersagt.  © Roberto SCHMIDT / AFP

Immer wieder macht das neu ins Leben gerufene Department for Government Efficiency unter Führung von Elon Musk mit negativen Schlagzeilen auf sich aufmerksam.

Jetzt drangen Mitarbeiter mithilfe der Polizei ins Gebäude des United States Institute of Peace (USIP) ein, wie DC News berichtet.

Laut George Moose war das nicht gerechtfertigt, denn es handle sich um eine gemeinnützige Organisation, die keine Bundesbehörde ist.

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Doge hingehen meinte Moose habe seinem "rechtmäßigen" Nachfolger den Zugang zum Gebäude untersagt.

Der neue Präsident Kennet Jackson - der auch schon maßgeblich an der Kürzung der US-Behörde für Entwicklungshilfe (USAID) beteiligt war - wurde von der Polizei ins Gebäude eskortiert.

Am Dienstagmorgen tauchte plötzlich ein Schild an der Eingangstür auf. "Privateigentum" und "Betreten verboten" ist darauf zu lesen. Mitarbeiter wurden zunächst angewiesen von zu Hause zu arbeiten.

Es gab schon länger Streit um das US-Friedensinstitut

Elon Musk und Donald Trump sorgen mit ihrem rabiaten Vorgehen immer wieder für Kritik.
Elon Musk und Donald Trump sorgen mit ihrem rabiaten Vorgehen immer wieder für Kritik.  © MANDEL NGAN / AFP

Donald Trump forderte bereits am 19. Februar die Auflösung des Instituts, woraufhin die meisten Mitglieder des Vorstands des USIP entlassen wurden.

Die drei übrigen Vorstandsmitglieder hatten Moose am Freitag bereits entlassen, wie auf einem offiziellen Dokument zu sehen ist.

Laut Moose ist die Organisation schon länger mit der Polizei im Gespräch. Der Zugang wurde den Doge-Leuten zunächst verweigert, da es sich um ein Privatgebäude handle.

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"Die Mitarbeiter unseres Gebäudes sind keine Bundesangestellten, keine Angestellten der Exekutive", betonte er zu den Kürzungsversuchen.

Außerdem kündigte Moose bereits rechtliche Schritte an. "Was heute hier passiert ist, ist eine illegale Übernahme einer privaten gemeinnützigen Einrichtung durch Teile der Exekutive", erklärte er.

Titelfoto: Roberto SCHMIDT / AFP

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