Von Christoph Sator
Rom (Italien) - Papst Franziskus hat nach Angaben aus seiner Umgebung trotz anhaltend kritischem Zustand im Krankenhaus seine Arbeit teilweise wieder aufgenommen. Das 88 Jahre alte Oberhaupt der katholischen Kirche habe eine "ruhige Nacht" verbracht, teilte ein Sprecher am Morgen mit.
Später verlautete, dass Franziskus nun aus einem Sessel heraus seine Therapie fortsetze. Dazu gehört, dass er über einen Schlauch durch die Nase zusätzlichen Sauerstoff bekommt. Er esse normal.
Wahrscheinlich werden am Abend die Ergebnisse der jüngsten Computertomografie veröffentlicht, der sich der Papst unterzogen hatte. Davon erhofft man sich Aufschluss über den weiteren Verlauf der schweren Lungenentzündung und auch über die Heilungschancen.
Am Dienstagabend hatte der Vatikan in einem Bulletin zum Gesundheitszustand erklärt: "Der klinische Zustand des Heiligen Vaters ist weiterhin kritisch, aber stabil." Seit dem Wochenende habe er keine weiteren Anfälle von Atemnot mehr gehabt.
Die Ärzte haben dem Oberhaupt von weltweit 1,4 Milliarden Katholiken eigentlich strenge Ruhe verordnet.
Papst Franziskus ist inzwischen der zweitälteste Papst der Geschichte
Nach Angaben der behandelnden Ärzte hat Franziskus verfügt, dass aus seinem Gesundheitszustand kein Geheimnis gemacht werden soll.
Große Hoffnungen auf eine baldige Rückkehr in den Vatikan hat aktuell niemand. Inzwischen ist der Papst aus dem Machtzentrum der katholischen Kirche so lange weg wie noch nie: Bei seinem bislang längsten Klinikaufenthalt nach einer Darmoperation 2021 konnte er am zwölften Tag zurück.
Bis auf Weiteres sind nun alle Termine abgesagt. In zwei Wochen - am 13. März - ist es zwölf Jahre her, dass Franziskus gewählt wurde. Inzwischen ist er der zweitälteste Papst der Geschichte.
Rund um die Welt wird für Franziskus gebetet - auf dem Petersplatz nun jeden Abend mit einem Rosenkranz.