Krankheitswelle erfasst Kreuzfahrtschiff: Über 200 Passagiere zeigen dieselben Symptome

Southampton (England) - Für die Passagiere eines Kreuzfahrtschiffs sollte die Reise von England über New York City in die Karibik der Urlaub des Jahres werden. Doch Hunderte von ihnen bewegen sich momentan nur noch zwischen Toilette und Bett hin und her.

Die "Queen Mary 2" wird ihren Kurs trotz der vielen Krankheitsfälle wie geplant fortsetzen können.
Die "Queen Mary 2" wird ihren Kurs trotz der vielen Krankheitsfälle wie geplant fortsetzen können.  © Daniel Bockwoldt/dpa/Daniel Bockwoldt

Laut einem Bericht von DailyMail legte die Queen Mary 2 bereits am 8. März von einem Hafen in Southampton ab. Auf die insgesamt 2538 Passagiere und 1232 Crew-Mitglieder wartete eine 31-tägige Reise quer über den Atlantischen Ozean.

Ihr erstes Ziel war die Millionen-Metropole New York City an der Ostküste der USA, bis es dann weiter in den Süden in Richtung Karibik bis nach Barbados ging.

Doch das, was eigentlich nach einer Traumreise klingt, entpuppte sich schnell für viele der Anwesenden als ein Albtraum. So sollen knapp 230 Passagiere und 18 Crew-Mitglieder am Norovirus erkrankt sein und das bereits zehn Tage nach dem Auslaufen aus dem heimischen Hafen.

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Laut dem britischen Zentrum für Seuchenkontrolle und -prävention (CDC) leiden alle Kranken an denselben Symptomen wie Durchfall und Erbrechen.

Norovirus kann zur Dehydration führen

Noroviren sind höchst ansteckend und können üble Symptome wie Erbrechen und Durchfall bei dem Betroffenen auslösen.
Noroviren sind höchst ansteckend und können üble Symptome wie Erbrechen und Durchfall bei dem Betroffenen auslösen.  © Gudrun Holland/RKI/Robert-Koch-Institut/dpa

Das Problem dabei ist, dass das Norovirus sehr ansteckend ist, sodass eine weitere Verbreitung nicht ausgeschlossen werden kann.

Gerade durch verunreinigtes Wasser, Lebensmittel, aber auch durch den einfachen Mensch-zu-Mensch-Kontakt kann der Krankheitserreger auf sein nächstes Opfer überspringen. Meistens dauern die Symptome nur wenige Tage an, doch auch noch 14 Tage später kann der Betroffene ansteckend sein.

Gefährlich wird das Virus jedoch erst, wenn dem Flüssigkeitsverlust durch das viele Erbrechen und den Durchfall nicht entgegengewirkt wird. Erkrankte müssen also darauf achten, regelmäßig und viel zu trinken, um nicht zu dehydrieren.

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Aus diesem Grund sind vor allem Kinder und ältere Menschen bei einer Erkrankung gefährdet.

Titelfoto: Fotomontage: Daniel Bockwoldt/dpa/Daniel Bockwoldt, Gudrun Holland/RKI/Robert-Koch-Institut/dpa

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