Elfjährige wird irrtümlich in Psychiatrie eingewiesen und mit Beruhigungsmitteln ruhiggestellt!

Neuseeland - Skandalöse Verwechslung! Ein elfjähriges Mädchen landete versehentlich in einer Psychiatrie in Neuseeland und wurde mit starken Beruhigungsmitteln behandelt.

Die Polizei legte dem Mädchen (11) Handschellen an und brachte es in ein Krankenhaus. (Symbolbild)
Die Polizei legte dem Mädchen (11) Handschellen an und brachte es in ein Krankenhaus. (Symbolbild)  © 123RF/stockdeca

Wie die neuseeländische Nachrichtenseite RNZ berichtet, wurde das Kind von der Polizei fälschlicherweise für eine 20-jährige Frau gehalten, die zuvor aus einem Krankenhaus verschwunden war.

Wie ein am Mittwoch veröffentlichter Untersuchungsbericht enthüllt, führte diese dramatische Verwechslung dazu, dass das autistische, nicht sprechende Mädchen am 9. März in Handschellen gelegt und in eine Klinik gebracht wurde.

Eine Polizeistreife entdeckte die Elfjährige zuvor, als sie versucht hatte, ein Brückengeländer zu übersteigen.

Das Mädchen verbrachte zwölf Stunden in der Klinik

Das Mädchen wurde fixiert und mit einer Beruhigungsspritze behandelt. (Symbolbild)
Das Mädchen wurde fixiert und mit einer Beruhigungsspritze behandelt. (Symbolbild)  © 123RF/pressmaster

Im Krankenhaus fiel einer Mitarbeiterin zwar auf, dass die eingelieferte Patientin eher wie ein Kind aussieht und möglicherweise eine Behinderung hat. Doch ihre Beobachtungen wurden völlig ignoriert.

Alle waren offenbar der Überzeugung, dass es sich um die vermisste 20-Jährige handelte. Deshalb wurde das Mädchen schließlich fixiert und mit einer Beruhigungsspritze für Erwachsene behandelt – eine unfassbare Fehlentscheidung!

Mehr als zwölf Stunden verbrachte die Elfjährige in der Klinik, bis ihre Mutter sie am Abend als vermisst meldete. Erst dann fiel den Beamten ihr schrecklicher Irrtum auf. Das Kind konnte schließlich wieder mit seiner Familie vereint werden.

Sie träumt von einem Konditoren-Kurs: Junge Mutter will ihr Baby verkaufen
Aus aller Welt Sie träumt von einem Konditoren-Kurs: Junge Mutter will ihr Baby verkaufen

Die Verantwortlichen entschuldigten sich und es wurden Maßnahmen ergriffen, um sicherzustellen, dass ein solcher Vorfall nie wieder vorkommt.

Ob die verschwundene und eigentlich gesuchte 20-Jährige hingegen gefunden werden konnte, ist bisher nicht bekannt.

Titelfoto: Bildmontage: 123RF/pressmaster, 123RF/stockdeca

Mehr zum Thema Aus aller Welt: