Leipzig - Das Spielejahr 2025 hatte schon einige Kracher zu bieten. Ein berühmt-berüchtigtes Soulslike war bislang aber noch nicht vertreten. Das ändert sich mit "The First Berserker: Khazan". Ob sich der Titel lohnt, erfahrt Ihr im Test.
Zugegeben, wirklich schwer hatte es das Spiel aus dem Hause Neople nicht, um bei mir zu landen. Ein blutiges Soulslike im in dem Genre unverbrauchten Anime-Look klang schon von vornherein interessant.
Bislang gab es da nur "Code Vein" - und das hatte so seine Schwächen. Nun möchte es "The First Berserker: Khazan", das im sogenannten DNF-Universum (Dungeon & Fighter) spielt, besser machen.
Die Story ist schnell erklärt: Die Kämpfer Khazan und Ozma haben den Berserkerdrachen Hismar besiegt und somit das Land gerettet. Doch Titelheld Khazan wird plötzlich des Hochverrats beschuldigt, verstümmelt und abgeführt.
Beim Gefangenentransport gibt es jedoch einen Zwischenfall, der Khazan befreit. Allerdings nimmt eine Art Dämon von ihm Besitz, der ihm zwar seine Kräfte wiedergibt, doch auch den geschundenen Körper für sich beansprucht.
Jetzt ist es nicht nur der Kampf gegen die imperiale Armee, der den muskelbepackten Helden erwartet, sondern auch der Kampf gegen sich selbst.
Die Bosse von "The First Berserker: Khazan" sind heftig
Was folgt, sind klassische Genre-Elemente. Ihr bekommt mehrere Waffen an die Hand, könnt Fähigkeitenpunkte verteilen und steigt Stufen auf, je mehr Gegner Ihr metzelt.
Wie bei "Lies of P" ist zeitgenaues Abwehren von großem Vorteil. Gelingt das oft genug, geraten Gegner ins Wanken und Ihr könnt einen bösartigen Hieb austeilen.
Schon der erste größere Boss, ein äußerst wütender Yeti, verlangt von Euch früh, das Gelernte umzusetzen. Wem das zu schwer ist, der kann aber auch auf einen leichteren Schwierigkeitsgrad wechseln.
Ein wirkliches Alleinstellungsmerkmal fehlt dem Titel aber. Zwar habt Ihr die Möglichkeit, mehrere Phantome zu besiegen, die Euch jeweils andere Grundverstärkungen bieten. Allerdings reicht das nicht, um sich von der Masse abzuheben.
Gefallen hat mir auch nicht der große Unterschied zwischen normalen Gegnern und Endbossen. Während Ihr quasi relativ gemütlich und ohne Ableben durch die Level kommt, sind die Bosse am Ende des Abschnitts teils übertrieben hart. Obermotz Viper hat nach einem der ersten Sequenzen direkt mal vier Phasen, die Euch ganz sicher Schweißperlen aufs Gesicht treiben werden. Da muss eventuell noch einmal nachgebessert werden.