Verwirrung um Weltmeister: Ski-Star ein Meter tief von Lawine verschüttet?
Obertauern (Österreich) - Am späten Mittwochabend machten schockierende Neuigkeiten die Runde: Slalom-Weltmeister im Ski Alpin, Ivica Kostelić (45), soll ein Meter tief von einer Lawine verschüttet worden sein.

Die Salzburger Nachrichten vermeldeten, dass der Kroate mit einem Begleiter um 13 Uhr beim Freeriding, dem Skifahren im freien Gelände, im Bereich des Gamsspitzl in Obertauern, gewesen sein soll, als plötzlich eine Lawine abging.
Beim Eintreffen der Rettungskräfte sei demnach der 30 Jahre alte österreichische Begleiter der Ski-Legende dabei gewesen, den Kroaten auszugraben. Die beiden Männer seien dann selbstständig ins Tal gefahren.
Am Abend meldete sich Kostelić dann aber selbst auf Instagram zu Wort und erklärte: "Ich war mit den Kindern im Pool, als die seltsamen Nachrichten zu mir kamen, und sie waren alle sehr aufgeregt", startete er seinen Post.
"Heute war ich direkter Zeuge einer Lawine in Österreich, bei der nach meinem Wissen niemand verletzt wurde und ich wie jeder Bürger im Verfahren nach einer solchen Veranstaltung meine Informationen gegeben habe. So kam mein Name wohl in die Nachrichten", erklärte er.
Ivica Kostelić sorgte erst vor Kurzem für Wirbel, als er bei einer Kajak-Tour in Seenot geriet

Ob es nun Zufall war, dass der Verschüttete ebenfalls 45 Jahre alt ist und aus Kroatien stammt, weiß man bislang noch nicht.
Mehrere Quellen hätten den Salzburger Nachrichten bestätigt, dass es sich bei dem Verschütteten um Ivica Kostelić handelte.
Nicht nur er drückte dem alpinen Ski-Sport seinen Stempel auf, sondern vor allem seine Schwester Janica Kostelić (43). Sie ist mit vier Goldmedaillen und zweimal Silber immer noch die erfolgreichste alpine Skirennläuferin der Geschichte der Olympischen Winterspiele. Zudem feierte sie 30 Weltcupsiege.
Erst vor Kurzem hatte ihr Bruder für Wirbel gesorgt, als er bei einer Kajak-Tour in Montenegro in Seenot geriet.
Nur mithilfe von Booten und einem Hubschrauber des Militärs konnten er und sein Mitfahrer an Land gebracht werden.
Titelfoto: IMAGO / Pixsell