Lukas Podolski verteidigt 1. FC Köln: Schöner Fußball wird "überschätzt"

Von David Langenbein

Berlin/Köln - Ex-Weltmeister Lukas Podolski findet die Kritik an den spielerischen Darbietungen von Tabellenführer 1. FC Köln in der Bundesliga übertrieben.

Lukas Podolski (39) hat noch nicht entschieden, ob er seine Karriere im Sommer beenden oder noch eine weitere Saison in Polen dranhängen soll.
Lukas Podolski (39) hat noch nicht entschieden, ob er seine Karriere im Sommer beenden oder noch eine weitere Saison in Polen dranhängen soll.  © Federico Gambarini/dpa

"Am Ende zählt in dieser zweiten Liga, die relativ schwer und nicht berechenbar ist, irgendwie aufzusteigen", sagte der 39-Jährige am Rande der Baller League in Berlin über seinen Herzensklub.

Podolski stieg einst mit den Kölnern auf. Doch keiner wisse mehr, "ob wir da jetzt gut gespielt haben oder weniger gut. Das wird dann halt immer überschätzt", sagte die Kölner Klub-Legende. 2005 hatte er die Rheinländer mit 24 Toren zum direkten Wiederaufstieg geführt.

"Die Leute wollen immer alles: Gut spielen und dann mit 20 Punkten Vorsprung aufsteigen", so Podolski. Am Anfang der Saison habe der Fußball der Kölner sehr gut ausgesehen, aber die Ergebnisse stimmten nicht.

"Jetzt sind die Spiele weniger attraktiv, aber man gewinnt sie und ich glaube, das ist am Ende das Wichtigste." Der FC führt die zweite Liga nach 27 Spieltagen an, aber die Leistungen der Mannschaft von Gerhard Struber (48) führen regelmäßig zu Diskussionen.

Rückkehr zum FC? Lukas Podolski bleibt vage

Immer wieder wird auch darüber spekuliert, ob und in welcher Funktion Podolski zu seinem Jugendklub zurückkehren könnte. Bei dem Thema hielt sich der 39-Jährige bedeckt.

"Ich war letztes Mal in der Kurve beim Spiel und habe da Kontakt zu den Leuten, zu Fans. Ich glaube, die haben jetzt auch andere Baustellen und konzentrieren sich auf den Aufstieg. Und das ist wichtiger als sich jetzt mich zu kümmern", sagte Podolski.

Darüber hinaus ist der Weltmeister von 2014 aktuell noch in Polen als Profi aktiv und hat noch nicht entschieden, ob er seine Karriere im Sommer fortsetzt.

Titelfoto: Federico Gambarini/dpa

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