Dynamos Matchwinner Kother: Bloß nicht zu viel Fußball in der Freizeit

Hannover - Er war der gefeierte Mann in Hannover: Dominik Kother (25) lenkte die Partie zeitig in die richtige Richtung. Seine beiden Toren (20./27.) ebneten den Weg beim dynamischen 3:2-Sieg bei der Zweiten von Hannover 96. Dass er den ersten gar nicht so wollte, das hat er nach der Partie schmunzelnd zugegeben.

Der war so nicht geplant! Dominik Kother (25, r.) verlädt Hannover-Keeper Leon Wechsel (20).
Der war so nicht geplant! Dominik Kother (25, r.) verlädt Hannover-Keeper Leon Wechsel (20).  © PICTURE POINT / S. Sonntag

"Nee, da war nicht so geplant", sagte er lachend. Von der Toraus-Linie schoss er, 96-Keeper Leon Wechsel (20) machte das kurze Eck auf - drin war das Ding.

"Der rutscht mir zum Glück ab, ich wollte den eigentlich vorn herum knallen. Der kommt auf einer ekligen Höhe für den Torwart, ich weiß gar nicht, ob man den halten kann", so Kother.

Dafür war das zweite um so schöner. Er nahm einen genialen Pass von Mika Baur (20) auf, lief noch paar Schritte und knallte die Kugel unters Dach. "Den habe ich hoch angesetzt, weil die Torhüter da meist auf den Boden gehen."

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Das 2:0 war zumindest die Vorentscheidung, weil Hannover zwar aufkam, aber die meiste Zeit hinterherlief. "Wir sind aus der Pause nicht so herausgekommen, wie wir wollten, haben Hannover zu sehr ins Spiel kommen lassen. Der Elfmeter kam zum richtigen Zeitpunkt", gestand der 25-Jährige.

Dynamo Dresden: Dominik Kother schaut gar nicht viel Fußball

Dominik Kother (25, r.) erzielte seinen ersten Doppelpack im Dynamo-Trikot.
Dominik Kother (25, r.) erzielte seinen ersten Doppelpack im Dynamo-Trikot.  © PICTURE POINT / S. Sonntag

Am Ende hat es gereicht. Dynamo bleibt Tabellenführer und kann nun von der Couch aus verfolgen, was die Konkurrenz so macht. Dresden hat auf alle Fälle den Druck aufgebaut.

"Ja, vielleicht sehen es manche als Drucksituation. Uns ist das egal. Wir müssen unsere Hausaufgaben machen", sagte der Doppel-Torschütze.

Ob er sich nach dem Training am Samstagvormittag vor den Fernseher setzen wird, das wusste er noch nicht genau.

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"Ich bin eigentlich keiner, der so viel Fußball schaut", so Kothers etwas überraschende Aussage. "Ich schaue schon mal rein, wie die anderen gespielt haben. Aber zu viel gucke ich mir auch nicht an."

Muss er auch nicht. Wenn er zusammen mit der Mannschaft weiter so liefert, können die anderen ihm zusehen - am besten, wie alle zusammen aufsteigen.

Titelfoto: PICTURE POINT / S. Sonntag

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