Harter Elfmeter, aber: RB Leipzig wirft Wolfsburg raus und steht im Halbfinale!

Leipzig - DFB-Pokal-Viertelfinale! RB Leipzig hatte den VfL Wolfsburg am Mittwochabend zu Gast. Über 90 Minuten war es eine sehr ansehnliche Begegnung, weil beide Teams oft den Abschluss suchten. Am Ende reichte ein harter Elfmeter zum 1:0-Sieg der Sachsen, die dadurch in der nächsten Runde stehen.

Es herrschte ein gutes Tempo in der ersten Halbzeit zwischen Leipzig und Wolfsburg. Beide Teams waren offensiv ausgerichtet.
Es herrschte ein gutes Tempo in der ersten Halbzeit zwischen Leipzig und Wolfsburg. Beide Teams waren offensiv ausgerichtet.  © PICTURE POINT / S. Sonntag

Es war ein munterer Beginn in der Red Bull Arena. Gerade der Auftrag der Gastgeber war klar: mehr Abschlüsse suchen!

Und das taten Lois Openda und Benjamin Sesko, wenn auch etwas zu unplatziert.

So gab es aber schon in der Anfangsviertelstunde gute Chancen auf beiden Seiten. Die Hoffnung auf schnelle Tore war groß.

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Doch mehr und mehr verflachte die Partie etwas. Dafür war die Stimmung auf den Rängen erstaunlich gut. Alle schienen irgendwie begriffen zu haben, dass das hier ein Endspiel war.

Und ja, beiden Teams war anzumerken, dass sie den Schwung der Tribünen mit auf den Rasen nehmen wollten. Viel vorzuwerfen war da gar nicht. Außer teils eklatante Fehlpässe.

Doch weil auch bis zum Halbzeitpfiff die Schussversuche zu harmlos blieben, ging es torlos in die Kabinen. Es schien fast so, als wäre mehr aktuell einfach nicht drin.

Die ersten Abschlüsse von Lois Openda strahlten nicht wirklich viel Gefahr aus.
Die ersten Abschlüsse von Lois Openda strahlten nicht wirklich viel Gefahr aus.  © Picture Point / Roger Petzsche

VfL Wolfsburg trifft nur die Latte - RB Leipzig geht per Strafstoß in Führung

Im zweiten Durchgang ging es direkt munter weiter.
Im zweiten Durchgang ging es direkt munter weiter.  © PICTURE POINT / S. Sonntag

Kurz nach Wiederanpfiff hatten die Gästefans schon den Torjubel auf den Lippen. Doch nach einer Ecke von rechts köpfte Mohammed Amoura das Rund nur an den Querbalken (47.).

Die Wölfe kamen wacher aus der Kabine. RB musste aufpassen.

Doch dann kamen auch die Gastgeber wieder besser rein. Das Spiel lebte von seiner Spannung, weil vermutlich ein Tor reichen würde, um in die nächste Runde einzuziehen.

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In der 63. Minute hatte Sesko die Führung auf dem Kopf, erwischte das Leder aber aus kurzer Distanz nach einem Freistoß von David Raum nicht komplett. Der Ärger war ihm anzusehen, doch die Rasenballer drückten jetzt.

Kurz darauf Aufregung im Stadion: Der Arm von Wolfsburgs Kilian Fischer wurde im Strafraum aus kürzester Distanz von Sesko angeschossen - Elfmeter, eine harte Entscheidung! Der slowenische Stürmer ließ sich die Chance aber nicht nehmen und verwandelte sicher unten links (69.).

Auch wenn es letztendlich durch einen Strafstoß passiert ist: Die Führung hatten sich die Sachsen im zweiten Durchgang durch eine couragierte Leistung definitiv verdient.

Ausgelassener Jubel nach dem 1:0. Den Roten Bullen fiel ein Stein vom Herzen.
Ausgelassener Jubel nach dem 1:0. Den Roten Bullen fiel ein Stein vom Herzen.  © PICTURE POINT / S. Sonntag

Den Wölfen fiel plötzlich auf, dass gar nicht mehr so viel Zeit ist, um den Rückstand noch zu egalisieren. Aber es ging weiter nur in eine Richtung und das war auf das VfL-Tor zu. Ein Treffer fiel nicht mehr. Und knapp über 40.000 Zuschauer sahen schließlich den 1:0-Endstand auf der Anzeigetafel.

Titelfoto: PICTURE POINT / S. Sonntag

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