Mailand zu stark: Offensiv maues RB Leipzig nicht wiederzuerkennen

Mailand - Keine überraschende Niederlage von RB Leipzig, das muss man aktuell wohl so sagen. Die Sachsen mussten sich am Dienstagabend in der Champions League bei der bärenstarken Mannschaft von Inter Mailand am Ende mit 0:1 (0:1) geschlagen geben. Trotz des knappen Ergebnisses gab es eigentlich nie Hoffnung auf einen Punktgewinn.

Die Italiener waren im ersten Durchgang klar dominierend. Folgerichtig die Führung nach nicht einmal einer halben Stunde.
Die Italiener waren im ersten Durchgang klar dominierend. Folgerichtig die Führung nach nicht einmal einer halben Stunde.  © Jan Woitas/dpa

Die erste Halbzeit ist schnell abgefrühstückt. Die Roten Bullen fanden offensiv quasi gar nicht statt. Andre Silva, der überraschend für Benjamin Sesko in die Startelf gerückt war, hatte keine Gelegenheit, um das ihm entgegengebrachte Vertrauen zu rechtfertigen.

Das lag aber nicht unbedingt am Portugiesen, eher daran, weil die Gäste meist gar nicht erst bis ins vordere Drittel kamen.

Die eingespielte Inter-Truppe zeigte eindrucksvoll, warum sie sich in dieser Königsklassen-Saison noch keinen einzigen Gegentreffer eingefangen hatten.

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Gleichzeitig war das Angriffsspiel der Italiener aber extrem ansehnlich. Immer wieder wurde die RB-Abwehr, die sich das Leben durch unnötige Fehlpässe aber auch selber schwer machte, in Bedrängnis gebracht. In der 27. Minute klingelte es dann schließlich.

Ein eigentlich recht billiger Freistoß von der rechten Seite trudelte irgendwie durch den Strafraum und ging dann von der Hacke von Leipzigs Castello Lukeba in die Maschen. Unglücklich, aber absolut verdient zu dem Zeitpunkt.

Mit etwas mehr Schärfe hätte Inter vor dem Halbzeitpfiff auch noch das Zweite machen können. Aber es passierte zunächst nichts mehr.

RB Leipzig versuchte irgendwie in die Partie zu kommen, aber es gelang nicht.
RB Leipzig versuchte irgendwie in die Partie zu kommen, aber es gelang nicht.  © Picture Point / Roger Petzsche

Inter Mailand verwaltet, RB Leipzig verzweifelt

Selbst dem zuletzt so starken Antonio Nusa war die Ratlosigkeit anzusehen.
Selbst dem zuletzt so starken Antonio Nusa war die Ratlosigkeit anzusehen.  © Jan Woitas/dpa

Gleiches Bild nach Wiederanpfiff. Inter brauchte gar nicht so viel machen, um die Führung zu halten. Abwehr dicht, gelegentlich ein paar Nadelstiche nach vorn - das war trotzdem noch deutlich gefährlicher als alles, was die Roten Bullen machten.

Nach 60 Minuten hatten die Sachsen noch keinen Schuss aufs Tor gebracht. Das hatte nicht mehr wirklich viel mit dem irgendwann mal gefürchteten RB-Fußball zu tun.

So liefen die Minuten runter. Coach Marco Rose versuchte die begrenzten Wechsel-Möglichkeiten auszureizen.

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Doch Super-Pechvogel Assan Ouedraogo musste kurz nach seiner Hereinnahme fast postwendend wieder verletzt raus. Schließlich war die Schlussviertelstunde angebrochen. Der Bundesligist war durchaus bemüht, aber dennoch chancenlos. Mehr als der Versuch bei den großen Klubs mitzuschwimmen, scheint aktuell nicht drin zu sein.

Die Italiener verteidigten ganz tief und setzten auf Konter. Das reichte letztendlich für den Sieg. Die Sachsen hingegen sind nach fünf Pleiten in der Königsklasse an einem neuen Tiefpunkt angekommen.

RB Leipzigs Assan Ouedraogo musste quasi direkt nach seiner Einwechslung verletzt wieder raus. Ganz bitter.
RB Leipzigs Assan Ouedraogo musste quasi direkt nach seiner Einwechslung verletzt wieder raus. Ganz bitter.  © Jan Woitas/dpa

Statistik zum Spiel Inter Mailand gegen RB Leipzig

5. Spieltag

Inter Mailand - RB Leipzig 1:0 (1:0)

Inter Mailand: Y. Sommer - Pavard (44. Bisseck), de Vrij, Bastoni (65. Carlos Augusto) - Calhanoglu (76. Mchitarjan), Dumfries, Dimarco, Barella, Zielinski - Taremi (65. Thuram), L. Martínez (76. Arnautović)

RB Leipzig: Gulácsi - Geertruida (85. Gebel), Orbán, Lukeba, Henrichs - Haidara (61. Seiwald), Kampl - Nusa, Baumgartner (61. Ouédraogo (70. Vermeeren)) - André Silva (61. Sesko), Openda

Schiedsrichter: Joao Pinheiro (Portugal)

Zuschauer: 63.000

Tore: 1:0 Lukeba (27./Eigentor)

Gelbe Karten: Pavard (1), Bastoni (1) / Baumgartner (2), Lukeba (3)

Titelfoto: Jan Woitas/dpa

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