Löws Ansage an RB Leipzigs Xavi: "Er ist ein Ausnahmetalent, aber ..."

Leipzig - Mit 70 Millionen Euro Marktwert ist Xavi Simons (21) der derzeit wertvollste Spieler von RB Leipzig. Sein neuer Coach Zsolt Löw (45) spart jetzt aber nicht mit Kritik an dem Jungstar.

Xavi Simons (21) ist ein Ausnahmetalent, aber Zsolt Löw erhofft sich noch mehr von dem Offensivspieler.
Xavi Simons (21) ist ein Ausnahmetalent, aber Zsolt Löw erhofft sich noch mehr von dem Offensivspieler.  © Picture Point/Roger Petzsche

Mario Basler (56) hatte Xavi wegen seiner Attitüde auf dem Rasen jüngst als "Paradebeispiel für ein kleines Kind" bezeichnet, nun hat sich auch Löw zum Niederländer geäußert.

"Xavi ist ein Ausnahmetalent, aber er muss einfach mal dahin kommen, dass er mannschaftsdienlicher denkt", sagte der am Sonntag installierte Interimstrainer am Freitag. "Seine Einzelleistung ist wichtig, aber er muss immer an die Mannschaft denken, gerade in der Defensive."

Bei der 1:3-Niederlage im Pokal-Halbfinale in Stuttgart habe der 21-Jährige allerdings "sehr viele gute Sachen gemacht, war sehr fleißig unterwegs, hat viele Räume geschlossen und war als Umschaltspieler super wichtig".

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Löw, der nun "nur" noch das Ziel der Champions-League-Qualifikation verfolgt, hoffe, "dass er in den nächsten sieben Spielen unser Leistungsträger wird". Die erste Chance bietet sich am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen die TSG Hoffenheim.

PSG-Besitzer, Thomas Tuchel und Joshua Kimmich: Diese Menschen haben Zsolt Löw gratuliert

Interims-Cheftrainer Zsolt Löw (45, r.) soll mit RB Leipzig Co-Trainer Peter Krawietz (53) auf Rang vier führen.
Interims-Cheftrainer Zsolt Löw (45, r.) soll mit RB Leipzig Co-Trainer Peter Krawietz (53) auf Rang vier führen.  © Picture Point/Roger Petzsche

Nachdem er in einem Telefonat Leipzigs Sport-Geschäftsführer Marcel Schäfer (40) zugesagt hatte, die Roten Bullen bis zum Sommer - und auch wirklich nur bis zum Sommer, wie er nun erneut klarstellte - zu trainieren, habe Zsolt Löw "extrem viele" Zuschriften und Glückwünsche erhalten.

"Ich habe schon viele Erfolge gehabt, aber so viele SMS habe ich noch nicht bekommen", sagte der hoch sympathische Ungar.

Unter den Gratulanten waren beispielsweise Thomas Tuchel (51), Adi Hütter (55), Joshua Kimmich, Leon Goretzka, der Besitzer von Chelsea, Todd Boehly (51), und PSG-Owner Nasser Al-Khelaifi (51).

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"Das ist ein sehr gutes Gefühl, weil das für mich bedeutet, dass ich in meiner Laufband, egal wo ich war, mich normal und gut verhalten habe, versucht habe, immer das Beste zu geben und Mensch zu bleiben. Ich glaube, das schätzen die Leute - ohne mich hochzuloben", so Löw, der in den vergangenen Jahren offenbar "in die Richtung unterwegs" gewesen sei.

Gegen Hoffenheim steht nun sein erstes Heimspiel an: "Ich freue mich riesig, wieder in der Red Bull Arena zu stehen." Hier war er zuletzt unter Ralf Rangnick (66) und Ralph Hasenhüttl (57) Co-Trainer, verabschiedete sich 2018 aus Leipzig. Samstag kehrt er zurück.

Titelfoto: Bildmontage: Picture Point/Roger Petzsche

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