Leipzig - Es ist wieder Derbyzeit! Zwei Wochen nach dem Viertelfinale im Sachsenpokal empfängt die BSG Chemie Leipzig schon am Sonntag wieder den Stadtrivalen Lok zum Tanz (14 Uhr/MDR). Doch innerhalb der kurzen Zeit haben sich ein paar Dinge verändert.
Bei Grün-Weiß steht ein neuer Trainer an der Seitenlinie. Adrian Alipour (46) möchte sein Feuer möglichst direkt auf die Mannschaft übertragen und mit einem Derbysieg den perfekten Einstand feiern.
Das 1:4 gegen die Blau-Gelben hat sich der neue Coach natürlich genau angeschaut. Um dieses Mal erfolgreich zu sein, gilt es, eigene Fehler "nicht nur zu minimieren, sondern komplett abzustellen", wie er auf der Pressekonferenz vor der Begegnung sagte.
"Wir wissen natürlich, dass wir nicht zehn Mal aufs Tor schießen werden. Deswegen müssen wir mit den Chancen, die wir haben, eiskalt umgehen", so Alipour.
Auf der gegenüberliegenden Seite wird es tabellarisch immer entspannter. Der Hallesche FC, ärgster Verfolger beim Kampf um den Aufstieg, hat am Freitag erneut gepatzt und 0:2 in Jena verloren.
Mit einem Sieg bei Chemie könnte Lok den Vorsprung auf zehn(!) Zähler ausbauen, was eine mögliche Vorentscheidung beim Meisterrennen bedeuten könnte.
BSG Chemie Leipzig gegen Lok Leipzig wieder unter höchster Sicherheitsstufe
Vor zwei Wochen hielten sich die fast schon traditionellen Auseinandersetzungen beider Fanlager relativ in Grenzen. Nach Abpfiff flogen nur mehrere Mülltonnen auf einmarschierte Polizeibeamte.
Auch am Sonntag gilt wieder die höchste Sicherheitsstufe. In einer Pressemeldung der Polizeidirektion Leipzig hieß es:
"Im Stadionbereich wird auch ein Sensocopter eingesetzt. Ähnlich wie die Kamera an einem Polizeihubschrauber dienen die in den Führungsstab übertragenen Bilder dem Polizeiführer zur Einsatzdurchführung. Weiterhin stehen bei Bedarf unterstützend die Diensthundestaffel und Wasserwerfer bereit. Der Polizeieinsatz wird in enger Zusammenarbeit mit der Bundespolizei durchgeführt."
Tabelle Regionalliga Nordost
POS | VEREIN | Sp. | +/- | Pkt. | ||
---|---|---|---|---|---|---|
1 |
|
1. FC Lokomotive Leipzig | 28 | 53:19 | 65 | |
2 |
|
Hallescher FC | 28 | 43:20 | 55 | |
3 |
|
FSV Zwickau | 27 | 38:36 | 49 | |
4 |
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FC Rot-Weiß Erfurt | 27 | 48:33 | 47 | |
5 |
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FC Carl Zeiss Jena | 27 | 57:37 | 46 | |
6 |
|
Greifswalder FC | 28 | 42:28 | 44 | |
7 |
|
BFC Dynamo | 28 | 45:34 | 43 | |
8 |
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Chemnitzer FC | 27 | 28:19 | 39 | |
9 |
|
VSG Altglienicke | 27 | 33:29 | 37 | |
10 |
|
Hertha BSC II | 27 | 44:48 | 37 | |
11 |
|
ZFC Meuselwitz | 27 | 32:46 | 35 | |
12 |
|
SV Babelsberg 03 | 28 | 39:43 | 34 | |
13 |
|
Hertha 03 Zehlendorf | 28 | 42:49 | 29 | |
14 |
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FC Viktoria 1889 Berlin | 28 | 30:46 | 28 | |
15 |
|
BSG Chemie Leipzig | 27 | 24:49 | 27 | |
16 |
|
FC Eilenburg | 28 | 34:51 | 25 | |
17 |
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FSV 63 Luckenwalde | 28 | 22:39 | 25 | |
18 |
|
VFC Plauen | 28 | 24:52 | 17 |
Der Meister 2025 geht am Ende der Saison in zwei Aufstiegsspiele gegen den Meister der Regionalliga Nord. Der Sieger steigt in die 3. Liga auf. Es steigen maximal vier Mannschaften in Abhängigkeit der Absteiger aus der 3. Liga ab.