Hertha schöpft neuen Mut: "Ich glaube, wir nehmen da was mit"
Berlin - Statt Stefan Leitl (47) hielt lieber sein Co-Trainer André Mijatovic (45) die obligatorische Pressekonferenz ab. Sorgen müssen sich die Berliner aber nicht machen. Der Fiél-Nachfolger leitete am Donnerstag wieder das Training und wird voraussichtlich am Samstag in Köln (20.30 Uhr/Sky/Sport1) an der Seitenlinie stehen.

Berlins coolste Männer-WG hat die Alte Dame wieder auf Vordermann gebracht - auch dank einer Systemumstellung. Die Blau-Weißen sind nun wesentlich kompakter und nicht mehr so fehleranfällig wie noch in der Hinrunde.
"Aus dem Spiel heraus haben wir bis auf das Spiel in Elversberg zuletzt ganz, ganz wenig zugelassen. Die Stabilität ist gut, die Jungs fühlen sich gut. Ich hoffe, das wird so weitergehen", so Mijatovic.
Das 5:1 in Braunschweig war der Brustlöser, das 3:1 gegen die Freunde aus Karlsruhe die Bestätigung - Hertha ist wieder im Aufwind. Das soll auch Spitzenreiter Köln zu spüren bekommen.
Mijatovic ist zumindest optimistisch: "Wir spielen gegen den Tabellenführer, aber sind gut vorbereitet. Ich glaube, wir nehmen da was mit."
Es wäre dann der dritte Dreier in Folge. Ein Gefühl, das die Berliner gar nicht mehr kennen. Zuletzt gelang das in der Liga vor über fünf Jahren. Gutes Omen: Neben Paderborn und Düsseldorf musste sich auch Köln geschlagen geben. Der Effzeh war in dieser Spielzeit bislang allerdings kein gutes Pflaster.

Hertha BSC will dritten Sieg in Serie
In der Liga verlor man Zuhause relativ chancenlos mit 0:1, im Pokal schieden sie zudem unglücklich und dramatisch aus. Die Portion Extra-Motivation ist aber nicht nötig. "Mehr Motivation als am Samstagabend um 20.30 Uhr gegen den Tabellenführer in Köln zu spielen, brauchen wir nicht", so der Co-Trainer. "Wir sind gut in Form, Köln auch. Wir erwarten ein offenes Spiel. Dann schauen wir mal, wer besser ist."
Gut für Hertha: Die Dreierkette steht. Pascal Klemens (20) konnte wieder mitmischen und wird voraussichtlich den gelbgesperrten Marton Dardai in der Abwehr vertreten. "Wir werden morgen nochmal testen - mit voller Hoffnung, dass er in Köln dabei ist."
Titelfoto: Soeren Stache/dpa