Erzgebirge Aue bestätigt ersten Neuzugang und Pepic äußert sich zu Abgang-Gerüchten

Aue - Voller Fokus aufs Derby ging bei manchen Veilchen-Fans nur bedingt. Kurz vor dem Anpfiff der immens wichtigen Viertelfinal-Partie beim Chemnitzer FC platzte die Nachricht von der "OTZ" zum bevorstehenden Wechsel von Erik Weinhauer (24, Carl Zeiss Jena) zum FC Erzgebirge hinein. In der Anfangsphase der Liveübertragung beim MDR kam dann noch das Gerücht auf, dass sich bei Mirnes Pepic (29) und Aue die Wege trennen.

Der Vertrag mit Erik Weinhauer (24, l.) soll bereits unterschrieben sein.
Der Vertrag mit Erik Weinhauer (24, l.) soll bereits unterschrieben sein.  © Picture Point / Gabor Krieg

Der Reihe nach. Dass Lila-Weiß an Weinhauer dran ist, verdichtete sich in den letzten Wochen, nachdem Sportchef Matthias Heidrich (47) im November noch abgewiegelt hatte.

Spätestens als der Jenaer Knipser mit seinem Berater vor Weihnachten zu einem Heimspiel im Stadion weilte, war klar: Aue und Weinhauer, das ist mehr als ein Gerücht.

Heidrich am Sonnabend in der Mixed-Zone des Gellertstadions: "Da sag' ich nix zu, aber vielleicht dauert es ja nicht mehr so lange."

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Doch am Sonntagnachmittag bestätigte der FCE offiziell, dass Weinhauer ab Sommer in Aue auf dem Platz stehen wird. "Erik Weinhauer passt mit seinem Profil sehr gut zu uns: flexibel einsetzbar in der Offensive, entwicklungsfähig, hungrig und gut ausgebildet mit Torgefahr. Wir freuen uns sehr, dass wir ihm eine reizvolle Perspektive aufzeigen konnten und er sich für unseren Weg entschieden hat“, erklärt Heidrich nach Einigung mit dem designierten Neuzugang.

Auch der 24-Jährige freut sich: "Nach den Gesprächen mit Matthias Heidrich und dem Trainer-Team war für mich klar, wohin mein Weg gehen wird. Ich habe in dieser Saison zwei Heimspiele live im Erzgebirgsstadion gesehen, war von der Atmosphäre sehr beeindruckt und bin jetzt schon gespannt, sie bald auch auf dem Platz zu erleben."

Da Weinhauer eine Ausstiegsklausel besitzt, muss Aue eine Ablöse im voraussichtlich mittleren fünfstelligen Bereich löhnen.

Pepic: "Erstmal soll Ruhe in den Verein einkehren"

Gegen den CFC stand Mirnes Pepic (29) trotz Knieprobleme 70 Minuten auf dem Platz. (Archivbild)
Gegen den CFC stand Mirnes Pepic (29) trotz Knieprobleme 70 Minuten auf dem Platz. (Archivbild)  © PICTURE POINT / S. Sonntag

Und Pepic? Der zeigte im Derby einmal mehr, wieso er für das Mittelfeld als Taktgeber so wichtig ist. "Peppo" biss sich nach seiner Knieverletzung und trotz Oberschenkelproblemen durch, ackerte 70 Minuten mit für den Derbysieg.

Pepic: "Ich bin eine einzige Baustelle. Unter der Woche war im Knie noch alles wacklig. Ich bin froh, dass ich im Spiel nix gemerkt habe. Wir haben das solide heruntergespielt, vor allem auch zu Null. Hoffentlich gibt uns das auch Rückenwind für die Liga."

Denn genau das ist für die Entscheidung seiner Zukunft wichtig, wie Pepic Ende Februar TAG24 erklärte: "Ich weiß, was ich an Aue habe. Aber ich habe zu meinem Berater gesagt, dass ich erstmal nichts hören möchte, um mich voll auf die Saison zu konzentrieren. Erstmal soll Ruhe in den Verein einkehren und dann schauen wir weiter."

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Genau diese Worte bestätigte der 29-Jährige, als er gefragt wurde, was dran ist am Gerücht über seinen Abgang im Sommer: "Dazu möchte ich mich nicht äußern! Schauen wir, was die nächsten Tage und Wochen bringen. Ich bin noch tiefenentspannt. Wir müssen reden und dann gucken wir einfach mal."

Erstmeldung: 23. März 2025, 8.09 Uhr; letzte Aktualisierung: 23. März 2025, 14.40 Uhr

Titelfoto: Bildmontage: PICTURE POINT / S. Sonntag, PICTURE POINT / Gabor Krieg

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