Transfer-Coup! Dimitrij Nazarov wechselt nach Aue-Abschied in die Regionalliga
Offenbach - Dass Publikumsliebling Dimitrij Nazarov (33) den FC Erzgebirge Aue nach sieben Jahren verlassen wird, stand bereits seit Anfang Mai fest. Nun ist auch klar, wohin die Reise geht. Der Offensivmann wechselt zu den Kickers Offenbach in die Regionalliga Südwest.
Das gaben die Hessen am Donnerstagnachmittag auf der vereinseigenen Homepage bekannt.
Der 45-fache Nationalkicker Aserbaidschans gehörte bei den Veilchen in den letzten sieben Spielzeiten zu den Leistungsträgern. Im Laufe der vergangenen Saison steuerte er zehn Treffer und fünf Assists in 31 Drittliga-Einsätzen bei und war somit maßgeblich am Klassenerhalt des kriselnden Zweitliga-Absteigers beteiligt.
Allerdings konnten sich beide Parteien im Anschluss trotzdem nicht auf eine Verlängerung einigen, obwohl Sportchef Matthias Heidrich (45) eigentlich stets betont hatte, den torgefährlichen Mittelfeldspieler halten zu wollen.
Umso mehr freut sich der 33-jährige Routinier auf die neue Aufgabe am Bieberer Berg: "Was war, kann man nicht beeinflussen, aber die Zukunft kann man beeinflussen. Ich habe schon viel vom OFC gehört, es herrscht eine Wahnsinnsstimmung, der Verein ist für mich eine absolute Topadresse."
Und Nazarov fügte an: "Ich möchte mit dem OFC etwas entwickeln und freue mich einfach, dass es mit einem Team mit viel Leidenschaft und Mentalität losgeht. Jetzt heißt es, Schritt für Schritt unsere Ziele zu erreichen."
Dimitrij Nazarov hat seine Duftmarke in der 2. und 3. Liga gesetzt
Entscheidend für die beschlossene Zusammenarbeit seien auch der kürzlich vom SV Waldhof gekommene OFC-Coach Christian Neidhart (54) sowie Sport-Geschäftsführer Christian Hock (53) gewesen.
"Christian Neidhart wollte mich schon in seiner Zeit bei Mannheim zu sich ins Team holen, Christian Hock kenne ich aus zahlreichen Duellen mit Wiesbaden. Ich bin von beiden und vor allem ihrem Plan mit dem OFC und der Mannschaft absolut überzeugt. Ich möchte bei diesem Weg dabei sein", so der beidfüßige Offensivakteur.
"Mit Dima Nazarov bekommen wir einen sehr erfahrenen Spieler, der sich sowohl als Vorbereiter als auch als Torjäger in den letzten Jahren in der zweiten und dritten Liga absolut etabliert hat und seine Duftmarken gesetzt hat", erklärte Hock derweil im Zuge der Vorstellung.
Die Kickers konnten als Siebter der Abschlusstabelle nicht wirklich ins Aufstiegsrennen der Regionalliga Südwest eingreifen. Am Ende sicherte sich der SSV Ulm 1846 mit 17 Punkten Vorsprung den Platz an der Sonne.
Mit Nazarov will der frühere Bundesligist und DFB-Pokalsieger von 1970 die Rückkehr in den deutschen Profifußball erneut angreifen.
Titelfoto: PICTURE POINT / S. Sonntag