Max Eberl beim FC Bayern unter Druck: Fliegt der Sportvorstand nach der Saison?

München - Nicht nur auf dem Rasen läuft beim FC Bayern keineswegs alles rund, auch hinter den Kulissen scheint es zu rumpeln. Die Unzufriedenheit mit Sportvorstand Max Eberl (51) nimmt offenbar zu - und das hat womöglich Folgen.

Sportvorstand Max Eberl (51) hat beim FC Bayern noch einen Vertrag bis zum Sommer 2027. Ob dieser allerdings auch erfüllt wird, scheint offen.  © Sven Hoppe/dpa

Einem Bericht der "Abendzeitung" zufolge soll es im Aufsichtsrat des deutschen Rekordmeisters bereits seit einiger Zeit zu Überlegungen kommen, wie man die "sportliche Führung neu aufstellen könnte". Die Schlussfolgerung liegt auf der Hand: Eberl wackelt!

Ausschlaggebend dafür sollen unter anderem die extrem zähen Vertragsverlängerungen mit Jamal Musiala (22), Joshua Kimmich (30) oder Alphonso Davies (24) sein. Die Spieler konnten zwar letztlich überzeugt werden, nach den Vorstellungen der Münchner Chefetage sei das aber nicht verlaufen.

Alles in allem hätten die Verhandlungen zu lange gedauert und auch zu viel Geld verschlungen, heißt es weiter. Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass die Roten genau auf die Finanzlage achten müssen.

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Es handelt sich um einen Umstand, der selbst Thomas Müller (35) nach dieser Spielzeit zum Verhängnis zu werden scheint.

Ein weiterer zentraler Vorwurf: Eberl soll zu wenig mit seinen Vorgesetzten kommunizieren, ihm werden vermehrte Einzelgänge vorgeworfen. Öffentliche Absagen, wie die von Julian Nagelsmann (37), schmecken den Bossen gar nicht.

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Christoph Freund (47, l.) könnte seine Nachfolge antreten.  © David Inderlied/dpa

Auch die Tatsache, dass der 51-Jährige vertraglich vorgesehen noch (mindestens) bis Sommer 2027 seine Arbeit an der Säbener Straße verrichten soll, festigt seine Zukunft als Sportvorstand angesichts der Diskussionen um seine Person eher bedingt.

Eberl selbst will davon allerdings zumindest nach außen hin wenig bis gar nichts wissen. "Tatsächlich kriege ich das gar nicht so mit", erklärte er am Donnerstag bezüglich der besagten Spekulationen.

"Es wird mir zugetragen, wenn ich mich auf eine PK vorbereite", so Eberl, dessen Fokus aber nur "auf Bayern München und auf die letzten Saisonwochen gerichtet" sei. Die Kritik sei auch keineswegs neu.

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Mit dieser würde er seit Beginn des Engagements konfrontiert. "Es ist keine One-Man-Show, wir treffen Entscheidungen zusammen. Ich versuche, meinen Job so gut wie möglich zu machen, für den größtmöglichen Erfolg, das steht über allem. Alles andere kann ich nicht beeinflussen", machte Eberl klar.

Als potenzieller Nachfolger für den gebürtigen Bogener wird übrigens Sportdirektor Christoph Freund (47) ins Spiel gebracht. Dieser gelte laut dem Bericht bei der Führungsetage als "loyaler Teamplayer", er sei "kommunikativ stark, hochprofessionell".

Im Hinterkopf sollen weitere Namen herumschwirren: Ralf Rangnick (66) und Mario Gomez (39). Laut "Sky"-Reporter Florian Plettenberg ist Markus Krösche (44), der bei Eintracht Frankfurt herausragende Arbeit verrichtet, ein Kandidat.

Tabelle 1. Bundesliga

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 FC Bayern München 28 81:27 68
2 Bayer 04 Leverkusen 27 62:34 59
3 Eintracht Frankfurt 27 55:40 48
4 1. FSV Mainz 05 27 45:31 45
5 Borussia Mönchengladbach 27 44:40 43
6 RB Leipzig 27 41:34 42
7 SC Freiburg 27 37:40 42
8 FC Augsburg 28 31:39 39
9 VfL Wolfsburg 27 49:41 38
10 Borussia Dortmund 27 48:42 38
11 VfB Stuttgart 27 47:44 37
12 SV Werder Bremen 27 43:53 36
13 1. FC Union Berlin 27 25:40 30
14 TSG 1899 Hoffenheim 27 33:49 27
15 FC St. Pauli 27 22:33 25
16 1. FC Heidenheim 27 32:52 22
17 VfL Bochum 1848 27 28:55 20
18 Holstein Kiel 27 38:67 17

Die Tabelle der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Deutscher Meister. Wer auf den Rängen 17 und 18 steht, steigt in die 2. Bundesliga ab. Der drittletzte Platz (Position 16) darf in der sogenannten Relegation um den Klassenerhalt spielen. Der Gegner ist der Drittplatzierte der 2. Bundesliga.

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