Max Eberl beim FC Bayern unter Druck: Fliegt der Sportvorstand nach der Saison?
München - Nicht nur auf dem Rasen läuft beim FC Bayern keineswegs alles rund, auch hinter den Kulissen scheint es zu rumpeln. Die Unzufriedenheit mit Sportvorstand Max Eberl (51) nimmt offenbar zu - und das hat womöglich Folgen.

Einem Bericht der "Abendzeitung" zufolge soll es im Aufsichtsrat des deutschen Rekordmeisters bereits seit einiger Zeit zu Überlegungen kommen, wie man die "sportliche Führung neu aufstellen könnte". Die Schlussfolgerung liegt auf der Hand: Eberl wackelt!
Ausschlaggebend dafür sollen unter anderem die extrem zähen Vertragsverlängerungen mit Jamal Musiala (22), Joshua Kimmich (30) oder Alphonso Davies (24) sein. Die Spieler konnten zwar letztlich überzeugt werden, nach den Vorstellungen der Münchner Chefetage sei das aber nicht verlaufen.
Alles in allem hätten die Verhandlungen zu lange gedauert und auch zu viel Geld verschlungen, heißt es weiter. Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass die Roten genau auf die Finanzlage achten müssen.
Es handelt sich um einen Umstand, der selbst Thomas Müller (35) nach dieser Spielzeit zum Verhängnis zu werden scheint.
Ein weiterer zentraler Vorwurf: Eberl soll zu wenig mit seinen Vorgesetzten kommunizieren, ihm werden vermehrte Einzelgänge vorgeworfen. Öffentliche Absagen, wie die von Julian Nagelsmann (37), schmecken den Bossen gar nicht.
Muss Max Eberl beim FC Bayern im Sommer den Hut nehmen? Potenzielle Nachfolger soll es schon geben

Auch die Tatsache, dass der 51-Jährige vertraglich vorgesehen noch (mindestens) bis Sommer 2027 seine Arbeit an der Säbener Straße verrichten soll, festigt seine Zukunft als Sportvorstand angesichts der Diskussionen um seine Person eher bedingt.
Eberl selbst will davon allerdings zumindest nach außen hin wenig bis gar nichts wissen. "Tatsächlich kriege ich das gar nicht so mit", erklärte er am Donnerstag bezüglich der besagten Spekulationen.
"Es wird mir zugetragen, wenn ich mich auf eine PK vorbereite", so Eberl, dessen Fokus aber nur "auf Bayern München und auf die letzten Saisonwochen gerichtet" sei. Die Kritik sei auch keineswegs neu.
Mit dieser würde er seit Beginn des Engagements konfrontiert. "Es ist keine One-Man-Show, wir treffen Entscheidungen zusammen. Ich versuche, meinen Job so gut wie möglich zu machen, für den größtmöglichen Erfolg, das steht über allem. Alles andere kann ich nicht beeinflussen", machte Eberl klar.
Als potenzieller Nachfolger für den gebürtigen Bogener wird übrigens Sportdirektor Christoph Freund (47) ins Spiel gebracht. Dieser gelte laut dem Bericht bei der Führungsetage als "loyaler Teamplayer", er sei "kommunikativ stark, hochprofessionell".
Im Hinterkopf sollen weitere Namen herumschwirren: Ralf Rangnick (66) und Mario Gomez (39). Laut "Sky"-Reporter Florian Plettenberg ist Markus Krösche (44), der bei Eintracht Frankfurt herausragende Arbeit verrichtet, ein Kandidat.
Titelfoto: Sven Hoppe/dpa