Energie Cottbus reist mit Mischgetränken, aber ohne drei Stammspieler zu 1860 München

Cottbus - Donnerstagmittag ging es für Energie Cottbus los ins fast 600 Kilometer entfernte München. Mit an Bord: mehrere Kästen alkoholfreie Mischgetränke. Nicht dabei: ein Stammspieler-Trio.

Linksverteidiger Niko Bretschneider (25) spielte im Ostderby gegen Aue trotz gebrochener Hand 90 Minuten mit Schiene. Jetzt fällt er nach der OP auf unbestimmte Zeit aus.
Linksverteidiger Niko Bretschneider (25) spielte im Ostderby gegen Aue trotz gebrochener Hand 90 Minuten mit Schiene. Jetzt fällt er nach der OP auf unbestimmte Zeit aus.  © Julius Frick/dpa

Die schlechten Nachrichten zuerst: Für das Auswärtsspiel bei 1860 München am Samstag (Anstoß 14 Uhr) fällt fast die komplette Abwehrreihe aus.

Abwehrchef Filip Kusic (28) fehlt ein letztes Mal rotgesperrt, Henry Rorig (25) plagt eine Bauchmuskelverletzung, Niko Bretschneider (25) könnte nach seiner Hand-OP noch länger pausieren.

Der wahrscheinliche Ersatz heißt Axel Borgmann (30) links und Tobias Hasse (29) rechts hinten - bereits gegen Aue hatte er da Rorig vertreten. Zudem plagt sich Flügelflitzer Maximilian Krauß (28) mit Fersenproblemen herum.

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Dafür ist Timmy Thiele (33) im Aufwind, der Topstürmer habe erstmals seit November eine volle Trainingswoche mitmachen können und am Mittwoch "außergewöhnlich" trainiert.

Wollitz stellt vor dem Endspurt der Saison unmissverständlich klar: "Bei diesen Topspielern darf nichts passieren."

3. Liga: Standardsituationen könnten im Saisonfinale ein "Schlüssel" werden

Vor dem Auswärtsspiel bei 1860 München stecken die Energie-Akteure die Köpfe zusammen und arbeiten Eckball-Varianten aus.
Vor dem Auswärtsspiel bei 1860 München stecken die Energie-Akteure die Köpfe zusammen und arbeiten Eckball-Varianten aus.  © Lukas Schulze/TAG24

Fester Bestandteil im FCE-Reisebus sind derweil mehrere Kästen eines beliebten Cola-Limo-Mixes, die die Spieler gerne am Tag vor dem Spiel als auch nach Niederlagen anstelle von Bier trinken würden.

So zuletzt nach dem Aus im Landespokal-Halbfinale in Stahnsdorf vor zwei Wochen.

Damit es gar nicht so weit kommt, stehen bei Energie seit zwei, drei Wochen wieder vermehrt Standardsituationen auf dem Programm.

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Laut Wollitz sei offensiv auf jeden Fall Luft nach oben: Die beiden letzten Eckballtore fielen im Dezember gegen Rostock und Mannheim.

"Wir haben das in den Wintermonaten ein Stück weit 'vernachlässigt' [...], haben das jetzt wieder aufgenommen", so der Energie-Trainer ehrlich.

Wie wichtig Standards sein können, zeigten die beiden jüngsten Ligaspiele, die Energie jeweils per Elfmeter entschied. Wollitz: "Offensiv ist da auf jeden Fall was drin, das könnte mit ein Schlüssel werden in den nächsten Spielen."

Titelfoto: Julius Frick/dpa

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