Simon Rolfes platzt der Kragen! Bayer-Boss rechnet mit Pokal-Verlierern ab
Leverkusen - Unterm Bayer-Kreuz brennt nach der Pokal-Blamage bei Arminia Bielefeld der Baum! Jetzt hat sich ausgerechnet Bayer-Boss Simon Rolfes (43) zu Wort gemeldet und seine Mannschaft ordentlich zerpflückt.

Große Ambitionen, am Ende nur heiße Luft und jede Menge Peinlichkeit! So ist das blamable Ausscheiden der Werkself gegen Arminia Bielefeld zu beschreiben.
Einer, der die jüngsten 90 Minuten knallhart zusammenfasst: Simon Rolfes. In den sozialen Netzwerken zieht der Ex-Profi Bilanz, lässt dabei kein gutes Haar an seiner Mannschaft.
"[...] Gegen eine Mannschaft zu verlieren, die es schlichtweg verdient hatte - das trifft einen anderen Nerv", lautet die erste nüchterne Analyse.
Deutlich tiefer ins Detail geht der Meistermacher kurz darauf, zerpflückt dabei sämtliche Mannschaftsteile.
"Wir hingegen haben nicht die nötige Intensität gezeigt, die in einem solchen Spiel nötig ist. Nicht im Eins-gegen-Eins, nicht in der Verteidigung des Strafraums, nicht als Mannschaft. Wenn man in den entscheidenden Momenten keine Dominanz und Qualität zeigt, zahlt man den Preis."
Simon Rolfes hat Meisterschaft im Visier

Der Preis: die Chance auf die Titelverteidigung und den vierten Titel im Trophäenschrank.
"Natürlich ist es frustrierend. Niemand will so ausscheiden. Wir wollten nach Berlin, dieses großartige Finale noch einmal erleben. Und ja, wir wollten den Titel", bringt es der 43-Jährige auf den Punkt.
Die Saison will der langjährige Bayer-Profi aber trotzdem noch nicht endgültig zu den Akten legen. Denn: Rolfes will jetzt die Meisterschaft! "Wir werden jetzt noch härter angreifen, um bereit zu sein, wenn sich die Chance auf den Bundesliga-Titel ergibt. Das sind wir uns selbst schuldig. Und unseren Fans."
Die dürfen sich am kommenden Samstag beim 1. FC Heidenheim (15.30 Uhr) von der versuchten Wiedergutmachung überzeugen. Aktuell haben die Leverkusener sechs Punkte Rückstand auf Tabellenführer München - den Titel abschreiben kommt aber offenbar nicht infrage.
Titelfoto: Bildmontage: Friso Gentsch/dpa, IMAGO / kolbert-press